Hiroshima besichtigen: Tourismus, Tipps   広島

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Blick auf die Kuppel von Hiroshima

Blick auf die Kuppel von Hiroshima

Laternen der Erinnerungszeremonie in Hiroshima

Laternen der Erinnerungszeremonie in Hiroshima

Feuerwerk in Hiroshima

Feuerwerk in Hiroshima

Okonomiyaki in Hiroshima

Okonomiyaki in Hiroshima

Hiroshima zwischen Krieg und Frieden

Wofür steht der Name Hiroshima? Für ein Trauma, das des ersten Atombombenabwurfs. Für die Schrecken der atomaren Feuersbrunst. Aber auch für ein Ideal, das eines radikalen und bedingungslosen Pazifismus, welcher der Welt immer wieder das wahre Gesicht des Krieges zeigt.

Für eine Stadt natürlich und in erster Linie, eine Stadt mit einer einmaligen Aura, einer Mischung aus brennender Erinnerung an die Vergangenheit und dem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft.

“Weiträumige Insel” bedeutet der Name “Hiroshima” wörtlich. Die Stadt wurde 1589 auf der größten Insel des Deltas gegründet, welches aus dem Zusammenfluss des Flusses Ôta und dem Binnenmeer Seto entsteht. Terumoto Mori (1553-1625), ein Feudalherr, errichtete hier sein Schloss, um von der günstigen geografischen Lage und der Nähe der heiligen Insel Miyajima zu profitieren. Mit Anbruch der Meiji Zeit (1868-1912) gewinnt die Stadt nationale Bedeutung. Die rasante Industrialisierung des Landes macht aus Hiroshima die logistische Basis der kaiserlichen Armee. Am 6. August 1945, morgens um 8.15 Uhr, nehmen die Weltgeschichte und die Geschichte Hiroshimas eine dramatische Wendung. Der Feueratem der Explosion fegt sämtliche Gebäude und Parks hinweg, sodass nur noch eine verbrannte Ebene zurückbleibt. Mehr als 250000 Menschen verlieren in den Flammen oder infolge der Strahlung ihr Leben.

„Du hast nichts gesehen in Hiroshima“

Mit quälender Eindringlichkeit wiederholt der japanische Geliebte im Film “ Hiroshima mon amour” (1959) von Alain Resnais diesen Satz unzählige Male. Dieser poetische Spielfilm über Liebe und Tod veranschaulicht das Unsagbare und thematisiert die Bedeutung der Erinnerung angesichts des drohenden Vergessens. “Du hast nichts gesehen in Hiroshima”. Die Spätfolgen sind unsichtbar, der hastige Wiederaufbau hat sie ausgelöscht. Die Ruine der Kuppel im Friedenspark, die sich in stummer Trauer erhebt, ist die einzig verbliebene sichtbare Spur aus dieser Zeit. Gegen den Widerstand der amerikanischen und der chinesischen Regierung, wurde das Mahnmal am 5. Dezember 1996 in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Vielleicht gibt es nichts mehr zu sehen, aber es liegt etwas Raues in der Luft. Auf dem Lächeln alter Frauen liegt der Schatten vergangenen Leidens ebenso wie auf den Blättern der überlebenden Bäume im Ikari Heiligtum. Dennoch hat Hiroshima im Angesicht des Grauens seinen Glauben an die Zukunft bewahrt. Wie durch ein Wunder gerettet, hat diese Märtyrer Stadt die grausamsten wie die besten Seiten des Menschen kennen gelernt. Einige Schritte durch den Park Shukkei-en genügen, um den Zauber einer solchen Wiedergeburt ermessen zu können.

Die Travel Angels in Hiroshima Sie empfangen Sie und zeigen Ihnen Hiroshima für Insider.