Himeji   姫路

Datum der Veröffentlichung :
Schloss Himeji

Himeji ist das bekannteste Schloss Japans.

Allee Otemae-dôri

Die Allee Otemae-dôri führt vom Bahnhof von Himeji direkt zum Schloss.

Friedhof Nagoyama

Der Friedhof Nagoyama auf einem Hügel im Osten Himejis.

Tempelanlage Engyô-ji

Die Tempelanlage Engyô-ji in Himeji.

Im Schatten des weißen Schlosses

Verlässt man die Region Kansai Richtung Westen, kommt man zur Hauptstadt der Präfektur Hyogo, deren Name und Ruf eng mit einem Schloss verbunden sind.

Auf halbem Wege zwischen Kobe und Okayama liegt Himeji, eine Stadt, die als Hauptfestung der zur Feudalzeit Harima genannten Provinz durch den Akamatsu-Clan erbaut wurde. Erst nach der Errichtung des berühmten Schlosses Himeji im 4. Jahrhundert wird auch die Umgebung stark besiedelt, wodurch Himeji zu seiner heutigen Größe als Hauptstadt von Hyogo kam.

Ein Schloss als Star

Das Schloss – wenn man mit dem Zug ankommt sieht man fast nichts anderes – ragt majestätisch aus einem dicht bewachsenen Park am Ende der Hauptverkehrsstraße Otemae-dôri hervor, die zwischen Park und Bahnhof liegt. Von hier aus kann man zu Fuß weiter, mit dem Rad oder man nimmt den roten Loop Bus im retro Look (100 Yen pro Fahrt, zahlreiche Haltestellen: Bahnhof, Otemae, Schloss Himeji..). Die beiden Touristenzentren der Stadt (am Bahnhof und auf der Otemae-dôri, rechter Fußgängersteig in Richtung Schloss) haben praktischerweise einen kostenlosen Fahrradverleih für Touristen organisiert.

Nach langwierigen Bauarbeiten hat das berühmte "Schloss des weißen Reihers" (ein Beiname) seine alte Form wiedererlangt. In seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich zahlreiche Anlagen, die von Touristen geschätzt werden, insbesondere die Gartenanlage Kôko-en.

Ostteil der Stadt

Schon von weitem guckt ein großer Stupa hinter dem Hügel hervor. Er gehört zum Friedhof Nagoyama, beide können besichtigt werden. Im Stupa (ein Mausoleum, in dem eine Reliquie Buddhas eingeschreint ist) befinden sich Statuen, Mosaiken, Bildnisse von Kannon (Buddha der Barmherzigkeit) und die Asche von Buddhas, welche 1954 vom indischen Premierminister J. Nehru als Geschenk überreicht wurde. Der Friedhof umfasst die Gräber von mehr als 111.000 japanischen Soldaten, welche seit der Meiji-Zeit (1868) gestorben sind.

Weiter nördlich liegt der Tempel Engyô-ji am Rande eines Hügels, für den man zwar ein kleine Strecke auf sich nehmen muss (30 Minuten Busfahrt vom Bahnhof, danach weiter mit der Seilbahn), was aber viele Cineasten gern in Kauf nehmen, denn hier befindet sich ein wichtiger Drehort des Films Der letzte Samurai“.