Schloss Himeji   姫路城

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Burgfried des Schlosses Himeji

Der Burgfried des Schlosses Himeji war lange Zeit hinter einer großen Plane versteckt.

Schloss Himeji

Burgmauern, Schießscharten und Pechnasen – das Schloss Himeji ist ein Meisterwerk der Wehrarchitektur.

Strahlend weiß!

Das berühmteste Schloss Japans ist nach 5 Jahren Renovierungsarbeiten seit März 2015 endlich wieder in seiner ganzen Schönheit zu besichtigen.

Nach 5 Jahren Versteckspiel hinter Gerüsten zeigt das Schloss Himeji wieder seinen Burgfried, sein berühmtes leuchtendes Weiß (die Außenmauern sind mit Kalk gefärbt) und ehrt seinen Spitznamen: das „Schloss des weißen Reihers“.

Von nun an können Besucher wieder ein Burgensemble erleben, das zu den weitläufigsten, bekanntesten und am meisten gelungenen seiner Art in ganz Japan gehört und, zusammen mit dem Horyu-ji in Nara, als erste Kulturstätte des Landes auf die UNESCO-Weltkulturerbeliste kam. Nicht umsonst hat der Regisseur Akira Kurosawa hier wichtige Szenen für Ran (1985) und Kagemusha (1980) gedreht.

Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts steht an diesem Ort eine Befestigungsanlage, die schließlich von Ieyasu Tokugawas, dem vermutlich wichtigsten Shogun seiner Dynastie, durch einen Burgfried mit vier Etagen (1609) und weitläufige Wehrgänge erweitert wird. Weder in Feindeshand gefallen noch von Erdbeben oder Feuerbrunst zerstört, wäre das Schloss dennoch 1871 beinahe wegen militärischer Bedeutungslosigkeit abgebaut worden, hätte die Stadt nicht schlussendlich den Erhalt übernommen.

Uneinnehmbar

Eine Besichtigung kann gut 3-4 Stunden dauern, vor allem, wenn man anschließend im Ziergarten Kokô-en nebenan eine Tasse Tee genießt. Einlass erhält man über das große Tor Hishinomon, umgeben von dicken Burgmauern, welches zum Vorhof und dem inneren Burggraben Sangoku-bori führt. Eine Fahrt mit einer japanischen Gondel auf dem Burggraben erwartet Sie immer samstags, sonntags und an Feiertagen für 1000 Yen, 10 Abfahrten/Tag.

Der Verteidigungsgraben macht aber nur einen Teil der außergewöhnlichen Befestigungsanlage von Himeji aus, die weiter Schießscharten und Pechnasen umfasst. Durch Geheimgänge, vorbei an Schikanen, beunruhigt vor allem das Labyrinth der Wehrgänge, die zum Burgfried des Schlosses Himeji führen: enge, sich verjüngende Wege, einzig zu dem Zweck erbaut, dass eine feindliche Armee nicht bis in das Herz des Bauwerks, zum Burgherrn und seinen Reichtümern vordringe.

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