Osaka besichtigen: Tourismus, Tipps   大阪

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Osaka - Dotonbori

Osaka - Dôtonbori

Osaka - Shinsekai

Osaka - Shinsekai

Osaka - Takoyaki

Takoyaki - gebratene Krakenbällchen in Osaka

Die Burg von Osaka

Auf ein Schnäppchen

„Osaka spricht eine andere Sprache. Osaka ist ein Sonnenstrahl im japanischen Schattenspiel. Wer nicht in Osaka war, verlässt Japan ohne verstehen zu können, wie ein Volk, dem man nicht viel zutraute, so Großes hat vollbringen können.“

Albert Londres aus Au Japon

Es gibt Empfindungen, die durch die Zeiten hallen, Eindrücke, welche die Zeiten überdauern.

Osaka jagt stets die Zukunft. Als Zentrum für jede innovative neue Technik steht die wirtschaftliche Hauptstadt der Region Kansai für Gewinn, Wagemut und Gastlichkeit.

Durch seinen natürlichen Hafen, den drittgrößten des Landes, hat Osaka von jeher einen guten Ruf als reiche Handelsstadt. Dominierten vom vierten Jahrhundert an, über die gesamte Dauer der Feudalzeit, die Herstellung und der Handel mit Baumwolltextilien, so erwirbt die Stadt seit dem 20. Jahrhundert ihren Reichtum dank großer industrieller Innovationsfreudigkeit. Als wahrer „Marktplatz des Landes“, wie die Japaner sagen, ist Osaka gleichzeitig die Wiege der japanischen Pharmaindustrie und der Zugang für zahlreiche Unternehmen, die sich auf den japanischen Inseln niederlassen wollen. Darüber hinaus kann sich die Stadt einer hohen Forschungs- und Wissenschaftsdichte rühmen, und steht hier weit vor London und Paris.

Osaka, „Die Küche Japans“

Sein eigentlicher Charme aber liegt woanders: und zwar in seinen lebendigen Straßen, seinen bodenständigen Kneipen und Märkten, die jeden in Versuchung führen. Immer im Wandel, lockt diese weltoffene und nimmersatte Stadt, welche „die Küche Japans“ getauft wurde, mit unzähligen Bars und Restaurants. Nur in Osaka konnte eine Leckerei, wie Takoyaki (Soufflé mit gebackener Krake), erfunden werden.

Osakas Wiedergeburt

An der Mündung des Yodogawa gelegen, sagt man auch, dass „die Stadt mit den Füßen im Wasser“ stünde, denn sie öffnet sich den Meereströmen und wird von unzähligen Kanälen durchzogen. 1945 durch amerikanische Bomben weitgehend zerstört, ist sie seitdem aus der Asche wiederauferstanden. Ihre sprudelnde Lebendigkeit sowie die von den Investoren geschätzten Kompetenzkerne wurden durch die Weltausstellung von 1970 weltbekannt.

Das Stadtviertel Namba mit seinen flimmernden Reklametafeln gibt den Ton an. Das Aquarium, an der Bucht von Osaka, der Vergnügungspark Universal Studios Japan – der dritte Park des Hollywoodgiganten, vergleichbar mit dem in Orlando (USA) – sowie das Vergnügungsviertel Dōtonbori ersetzen die alten Amüsierviertel am Fluss. Zur Freude der Stadtbewohner und der Touristen wacht die Burg Ōsaka, Ōsaka-jō, über die Stadt. Trotz Zerstörung durch Kriege und Feuer wurde sie immer wieder aufgebaut.

In Osaka lebt man den Geist der Freiheit, ganz im Sinne des Mönchs und Dichters Matsuo Bashō (1644-1694), einem Meister der Haiku-Dichtkunst und des Bühnenautors Chikamatsu Monzaemon (1653-1724), von dem berühmte Stücke des Bunraku (japanisches Marionettentheater) und des Kabuki-Theaters stammen.