Kumamoto und den Vulkan Aso besichtigen   熊本

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Das Schloss von Kumamoto

Die alte Feste des Samurai-Clans der Hosokawa.

Der Berg Aso in der Präfektur Kumamoto auf Kyushu.

Schwefel liegt in der Luft

Auf halbem Wege zwischen Fukuoka und Kagoshima, reich an Stränden und Bergen, stolz auf sein Schloss und seinen Vulkan, liegt das windige Kumamoto.

Kumamoto, eingequetscht zwischen der Ariake-See und dem Vulkanmassiv von Aso, gilt häufig als Zwischenstation und zieht keine Touristenströme an.. Man muss also schon etwas Entdeckungsfreude mitbringen, um seine Koffer hier auszupacken und (im Verlauf von einem oder zwei Tagen) die Geheimtipps von Kuma-mon, dem neuen Lieblingsmaskottchen der Japaner, zu besuchen.

Das Schloss Kumamoto wird oft zu den schönsten ganz Japans gezählt. Von früher (1607) ist nur noch ein Wachtturm übrig, die alte Feste des Samurai-Clans der Hosokawas wurde komplett erneuert und ist einen Umweg wert, vor allem im zeitigen Frühjahr, wenn im Park die Kirschblüten blühen. Vom Hosokawa-Clan, die über die Higo herrschten (wie die Präfektur Kumamoto früher genannt wurde), stammt auch ein guterhaltenes Adelshaus aus der Edozeit, das Kyû Hosokawa Gyôbu-tei, und ein Teehaus im Süden des Schlossparks Suizen-ji.

Schwert und Feder

Ein anderer Samurai – wahrscheinlich der berühmteste in der Geschichte Japans – hat auch seine Spuren in Kumamoto hinterlassen:  Musashi Miyamoto, Autor des Buchs der fünf Ringe. Diese Bibel der japanischen Krieger soll sogar hier verfasst worden sein, in der Grotte Reigando, die besichtigt werden kann.

Und Miyamoto ist nicht die einzige wichtige Persönlichkeit aus Kumamoto, hier sind auch die Wohnhäuser zweier bekannter Romanautoren zu sehen: Natsume Sôseki (1867-1916) und Lafcadio Hearn (1850-1904). Beide hatten einen Lehrstuhl für englische Literatur an der Universität Tokio inne.

Oh Aso!

Verschneite Gipfel, schweflige Rauchschwaden, weltliche Tradition: wie könnte man Kumamoto besuchen, ohne dem Vulkan Aso einen Besuch abzustatten, einer Berühmtheit, die jedes Jahr Millionen anzieht? Im Sommer wie im Winter bieten sich seine fünf Gipfel für eine Wanderung entlang einer Caldeira von überwältigender Schönheit an. Verstreute Bergseen und spärliche Vegetation, die sich von März bis Oktober in ein leuchtendes Grün verwandelt, verzaubern die Landschaft. Man sollte aber mit entsprechender Ausrüstung kommen. Die Region um den Aso ist selbstverständlich der Ort der Wahl für einen Besuch in einem der Thermalbäder, in einem der ursprünglichen Täler, zum Beispiel in Kurokawa oder Tarutama.

Auf der anderen Seite des vulkanischen Gebirgsmassivs, das nach Osten in Richtung der Präfekturen Miyazaki und Oita verläuft, befindet sich das Bergdorf Takachiho, die Wiege uralter Mythen und Traditionen, beispielsweise dem traditionellen Tanz kagura und dem Ursprung zahlloser Mythen um Amaterasu, der Sonnengöttin, die der Sage nach in direkter Linie mit der kaiserlichen Familie verwandt ist.