Der Kaiserpalast   皇居

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Burggraben Tatsumi yagura

Der Burggraben Tatsumi yagura und Umwallung des Kaiserpalastes von Tokio

Gärten des Kaiserpalastes von Tokio

Die Gärten des Kaiserpalastes von Tokio.

Burggräben und Park des Kaiserpalastes in Tokio

Burggräben und Park des Kaiserpalastes in Tokio.

Zwischen Gärten und Festung

Die ganze Stadt dreht sich um einen Ort, ebenso verboten wie gleichgültig, die im Grünen verborgene Residenz.”

Roland Barthes, Das Reich der Zeichen

Der ehemalige Wohnsitz des Shogun im Bahnhofsviertel von Tokio wurde zur Residenz des Kaisers und seiner Familie. Der Kaiserliche Garten, ein friedlicher, geheimgehaltener Ort, ist meist menschenleer.

Eine Festung mitten in der Stadt

Während die französischen Könige im XVII. und XVIII. Jahrhundert in Versailles, weit außerhalb von Paris residieren, haben die Shogune der Tokugawa-Zeit(1603-1867) ihren Wohnsitz  mitten im Herzen der Hauptstadt Edo.

Exakt im geografischen Zentrum der Stadt gelegen, ähnelt der Kaiserpalast von Tokio einem Schmuckkästchen, so sehr ist der Ort in geheimnisvolle Stille gehüllt, nachdem man die Brücke Nijubashi übertreten hat.

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Besichtigung des Kaiserpalasts

Das innere des Kaiserpalasts bleibt die meiste Zeit des Jahres der Familie des Kaisers vorbehalten. Nur am 2. Januar (Neujahrsgruß) und am 23. Dezember (Geburtstag des Kaisers), können Besucher das Gelände des Kaiserpalasts betreten und die kaiserliche Familie zeigt sich am Balkon.

Auf das Palastgelände, allerdings nicht in die Gebäude, kommt man auch im Rahmen einer geführten Tour. Die Führungen dauern 75 Minuten, sind ausschließlich auf Japanisch und finden jeden Tag außer Sonntag und Montag um 10:00 und um 13:30 Uhr statt. Eine vorherige Onlineanmeldung der Gruppe ist zu empfehlen, am Kikyomon Tor ist jedoch auch eine Anmeldung für Touren am gleichen Tag möglich.

Der kaiserliche Garten: ein Hauch von Leben

Einst war es das größte Schloss der Welt, heute stellt der Kaiserpalast nur noch seine Burggräben, seine Festungsmauern und seinen kaiserlichen Garten zur Schau. So, dass  ein Gutteil seines Charmes verloren gegangen ist.

Glanzlos und nüchtern hat die weitläufige Anlage keinerlei architektonische Wunderwerke zu bieten. Immerhin sorgt die Reproduktion einiger traditioneller Gärten für eine gewisse Atmosphäre, deren Symbol der orientalische Garten ist. Treten Sie durch das Ôte-mon, den ehemaligen Haupteingang, ein und entdecken Sie den einzigen Teil der Anlage, der der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Innere des Palastes bleibt dem Publikum verschlossen. Nur zweimal im Jahr, nämlich am 2. Januar und am 23. Dezember, dem Geburtstag des Kaisers, dürfen die Japaner ihm ein wenig näher kommen.

Weiterführende Informationen:

  • Tokio auf den Spuren der Tokugawa besichtigen

  • Der Wunsch des japanischen Kaisers

  • Tokio Tower

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