Tokio besichtigen: Tourismus, Tipps   東京

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Sonnenuntergang in Tokio

Ein Sonnenuntergang, der den Fuji und Tokio verbindet.

Tokioter Nächte

Tokioter Nächte im hell erleuchteten Shinjuku.

Tokio Tower

Der an den Eiffelturm erinnernde Tokyo Tower ist ein Wahrzeichen der Hauptstadt.

Kaminari-mon, die Donnerpforte

Vom Viertel Asakusa, mit vielen Ladenstraßen, kommt man zum Kaminari-mon, der Donnerpforte.

Mit Staunen und Entzücken

Die avantgardistische Megacity erstreckt sich wie ein endloser Nebelschweif über die Landschaft. Aber dieses faszinierende Nebeneinander bunt zusammengewürfelter Stadtviertel ist mehr als bloß eine Stadt.

Unbändig modern wirft sich Tokio, vormals Edo, in seine rasante Entwicklung. Gegenwärtiges verkehrt mit Vergangenem und flirtet unablässig mit Zukünftigem. Diese Stadt kennt keinen roten Faden. Sie erfindet sich jeden Tag neu, fällt und steht wieder auf. Zweimal von der Landkarte gefegt, zweimal niedergebrannt, erst durch das Kanto-Erdbeben im Jahr 1923, dann durch die Bombenteppiche der amerikanischen Luftwaffe im März 1945. Teuer erkauft, ersteht Tokio aus der Asche wieder auf.

Das Stadtbild ist faszinierend und befremdlich zugleich. Die Erbauer hatten sichtbar ihre Freude daran. Hier tut jeder, was ihm gefällt, und findet sein Glück dabei. Ein Museum besuchen, sich in einen Park oder Garten zurückziehen, einen kulinarischen Ausflug in das Untergeschoss eines Kaufhauses unternehmen, durch die Straßen bummeln inmitten hoch innovativer moderner Architektur, einen Shintō-Schrein (ursprüngliche japanische Religion) oder einen buddhistischen Tempel entdecken, erhabenes Nō-Theater, das Herzstück traditioneller japanischer Hochkultur, oder aber einen Sumo-Wettkampf genießen… dem Tourismus sind in Tokio keine Grenzen gesetzt.

Es handelt sich nicht um eine Stadt, sondern um eine Traube von Städten.“
Marguerite Yourcenar

Tokio besichtigen geht unter die Haut, jedes Viertel hat seinen Stil und seine Eigenarten.

ShinjukuGinzaAsakusaShibuya und Odaiba erzählen eine vielfältige und allgemeingültige Geschichte – die Geschichte der Unbeständigkeit der Dinge. Hier hat das moderne Leben immer auch eine natürliche Note. Eine alte Weide bewacht ein Gässchen, das mit Stromkabeln wie mit Girlanden geschmückt ist. Blühende Kirschbäume kündigen den Frühling an. Aufgeregte Blätterhaufen suchen Schutz im Zwischenraum zweier Gebäude. Die Gischt des Meeres erinnert uns daran, dass Tokio, die „östliche Hauptstadt“, auch eine Hafenstadt am pazifischen Ozean ist. Tsukiji, der größte Fischmarkt der Welt, steht dafür Zeuge.

Ist der Abend gekommen, geben sich die Tokioter der Zerstreuung hin. Von Bars über Restaurants, von der Jazz Lounge bis zum Club, jeder genehmigt sich, frei nach Belieben, sein Abenteuer fortzusetzen, bis zur letzten Metro. Eingefleischte Nachtschwärmer kehren sogar erst im Morgengrauen heim, wenn die Vögel wieder singen.

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