Wie wohnt man in einem japanischen Haus?   日本の家で暮らす

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Man zieht sich immer die Schuhe aus vor Betreten eines japanischen Hauses, so wie hier im von Japan Experience bereitgestellten Haus Lekayaki in Tokio.

Der Genkan. Japanischer Eingangsbereich an dem man sich die Schuhe auszieht.

Japanisches Badezimmer (Haus Yasaka, Kyoto).

So legt man seine Stäbchen korrekt ab.

Ein Zimmer, in dem Tatami ausgelegt sind.

Das Haus Hanganji in Kyoto.

Die Futons in einem japanischen Schlazimmer (Haus Hanganji in Kyoto).

Japanischer Wintergarten (Haus Miyagawacho in Kyoto).

Wohnzimmer eines japanischen Hauses (Haus Miyagawacho in Kyoto).

Die Sitten und Gebräuche

Haben Sie ein Haus in Japan gemietet? Fliegen Sie nicht ab ohne die Sitten und Gebräuche zu kennen! Hier ein kleiner Ratgeber wie Sie ihre neuen Bleibe nach allen Regeln der Kunst bewohnen.


 Das japanische Haus: Eine Mischung aus Komfort und japanischer Tradition.Hier einiger der wichtigsten Regeln die man kennen sollte:

Schuhe verboten!

Für einen Japaner ist es absolut undenkbar das Haus mit Schuhen zu betreten. Das ist die goldene Regel: Man zieht sich seine Schuhe im Genkan (Eingangsbereich) aus. In einem Land in dem man viel auf dem Boden macht (insbesondere auf den Tatamis die sich nicht so einfach reinigen lassen wie Fliesen) ist diese Praxis aus hygienischen Gründen auch gut nachvollziehbar.

Ein heiliger Innenraum

Doch das ist nicht der einzige Grund. Die Japaner sind generell sehr empfindlich was das draußen und drinnen angeht: Es ist das Konzept des uchi und soto. Seine Schuhe vor dem Eintreten auszuziehen ist darüber hinaus auch eine Frage des Respekts. Beachten Sie, dass man Sie auch bitten wird ihre Schuhen in allen Tempelanlagen auszuziehen. So ist es auch der Fall in Schulen, wo die Schüler sich Hausschuhen vor Betreten des Klassenraums anziehen müssen. Denken Sie also daran ihre schönsten Hausschuhe mitzunehmen!

Das Badezimmer

Japanische Häuser sind mit Dingen ausgestattet die den Besucher von Auswärts auch gern mal überraschen. Die Hauptüberraschung ist im Badezimmer (Waschräume sind eher selten): Man wird dort eine zwar eine normale Badewanne vorfinden, aber in der sollte man sich unter keinen Umständen sauber waschen! Die Japaner duschen sich im Bereich vor der Badewanne und nutzen diese dann im Anschluss nur noch um sich zu entspannen, wenn man bereits sauber ist.

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Die Toiletten

Ein weiterer zentraler Ort des Hauses sind die Toiletten. Traditionell wechselt man nochmal die Hausschuhe mit eigens dafür bereitstehenden Hausschuhen. Viele Ausländer machen den großen Fehler mit den Hausschuhen zurückzukehren, die eigens für die Toilette angedacht sind. Weiterhin gibt es hochtechnologisierte Klos (Bidet, beheizter Sitz,…). Unter anderem auch diese geniale Idee eines Miniwaschbeckens unterhalb des WC um sich die Hände mit dem Wasser zu waschen, bevor man mit dem selben Wasser spült.

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Die Küche

Sie werden dort keinen Ofen vorfinden, aber dafür einen Grill für Fisch oder Toast. Die japanische Küche hält Unmengen an typisch japanischen Utensilien bereit und bietet eine breite Palette an Gerichten. Bei den meisten Gerichten benötigt man Stäbchen und bei denen wo man die Finger nutzen darf gibt es bestimmte Regeln zu beachten.

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Der Hausmüll

Die Japaner sind große Mülltrenner. Der Müll ist brennbar und nicht brennbar unterteilt. Die Dosen, Glasflaschen und Plastikflaschen werden auch strikt getrennt. Die Trennregeln können sich allerdings von Stadt zu Stadt unterscheiden. Informieren Sie sich bei unserem Travel Angel, der Sie diesbezüglich genauestens informieren wird. Dadurch gehen Sie Ärger mit dem Nachbarn aus dem Weg.

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Der Lärm

Die japanischen Häuser haben eine eher mittelmäßige Lärmisolation. Achten Sie daher darauf die Lautstärke zu regeln und auf einem moderaten Niveau zu halten während Ihres Aufenthalts. Tag und Nacht!

Vorsicht Stufe!

Die japanischen Treppen sind meist steil und schmal. Manche entsprechen nicht gerade den deutschen Normen. Passen Sie daher auf, wenn sie die Treppe runtergehen. Eine weitere Besonderheit der Architektur in japanischen Häusern ist die flache Decke. Sie ist teilweise so flach, dass die Größeren von Ihnen sich den Kopf stoßen könnten. Haben Sie also immer einen Blick voraus!

Das Schlafzimmer

Traditionellerweise schlafen die Japaner auf Futons. Wenn Sie es den Japanern gleich machen möchten, so vergessen Sie nicht am nächsten Morgen den Futons wieder einzurollen und aufzuräumen. Eine japanische Gewohnheit um Platz zu sparen die nicht unterschätzt werden sollte, angesichts der meist sehr schmalen japanischen Häuser.

Weitere Besonderheiten sind die Waschmaschinen, welche ausschließlich kaltes Wasser für den Waschgang verwenden. Die Wäsche trocknet man dann auf Stangen die man auf der Terrasse an eigens für diesen Zweck eingerichtet Haken einhakt.

Die dazugehörigen Ausdrücke

Schließlich sollten Sie, wenn Sie es sehr ernst nehmen mit der japanischen Wohnart auch die entsprechenden Ausdrücke erlernen. Wenn ein Besucher bei Ihnen vorbeikommt, wird er sich bereits im Eingangsbereich Ihres Hauses mit dem Wort Tadaima ankündigen, was etwa mit „Hier bin ich!“ gleichzusetzen ist. Unabhängig davon, ob jemand da ist oder nicht. Wenn es sich um ein Familienmitglied handelt, antworten die im Haus anwesenden Angehörigen mit den Worten okaeri (nasai), was „Willkommen zurück zu Hause“ bedeutet.

Wenn Sie bei jemandem eingeladen sind sagen Sie ojama shimasu „Ich werde Sie stören“, sobald sie eintreten. Das gleiche gilt auch für das Verlassen des Hauses in Vergangenheitsform: ojama shimashita.

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