Autofahren in Japan   車を運転する

Datum der Veröffentlichung :
Dewa-Sanzan

Ein vor einem Tempel in Dewa-Sanzan parkendes Auto (Tôhoku).

Autobahn zwischen Kôbe und Naruto

Die Autobahn zwischen Kôbe und Naruto.

Mautstelle auf der Autobahn Kinki im Kansai

Eine Mautstelle auf der Autobahn Kinki im Kansai.

Mautmaschine

Viele Mautstationen haben nur Personal. Hier ist eine Mautmaschine: 1.-3. für Münzzahlung, 4.-5. für Scheine, 5. Mehrfachkarten, 6. Zahlung mit ETC-Karte, 7. Personalruf

In Japan sind fast alle Angaben auf Straßenschildern auch in lateinische Buchstaben übersetzt und manchmal sogar in kyrillische Buchstaben wie hier auf Hokkaïdo.

Selten findet man diese Schilder nur in der japanischen Version, es wird aber hart daran gearbeitet, alle Schilder zu übersetzen.

10 Dinge, die man wissen sollte

Legen Sie den ersten Gang ein und lassen Sie sich vom Straßenverlauf leiten: Autofahren in Japan ist eine Erfahrung, die man wagen sollte, will man das Land auch abseits der ausgetretenen Pfade kennenlernen. Allerdings sollte man wissen, wohin man den Wagen lenkt.

1.  Immer links halten!

Japan gehört zu den wenigen Ländern mit Linksverkehr. Das Lenkrad befindet sich also auf der rechten Seite. Alle möglichen Theorien versuchen, dafür mehr oder weniger plausible Begründungen aufzuführen, aber keine hat sich offiziell durchgesetzt. Seien Sie auf jeden Fall vorsichtig, es dauert einen Moment, bis Sie sich auf den Linksverkehr eingestellt haben. Aber nach einigen Kilometern sollten Sie sich daran gewöhnt haben.

2. Legal am Steuer sitzen

Japan akzeptiert den internationalen Führerschein nicht. Sie müssen Ihren Führerschein also unbedingt bei der Japanischen Automobil Föderation übersetzen lassen und Sie erhalten dann eine Bescheinigung, die ein Jahr lang gültig ist.

Um Ihnen Unannehmlichkeiten bei der Erledigung der Formalitäten zu ersparen, übernimmt das Japan Experience gern für Sie. Dazu gibt es unseren Führerschein-Übersetzungsservice.

3. Automatik

Fast alle japanischen Fahrzeuge sind mit Automatikschaltung ausgestattet. Das Fahren geht einfach und praktisch mit nur 3 Gängen: P für Parken, D für Fahren und N für neutral (Leerlauf).

4. Langsamkeit bis zum Exzess

Autofahren in Japan erfordert oft etwas Geduld: In der Stadt sind maximal 40 km/h erlaubt, auf der Autobahn zwischen 80 und 100 km/h, auf allen anderen Straßen 30 bis 60 km/h. Mehr oder weniger alle Autofahrer fahren 20 km/h schneller als erlaubt. Aber achten Sie auf Kontrollen. Es gibt viele Polizeiautos auf den Straßen und regelmäßig Radarkontrollen.

Genießen Sie Ihre Reise, wer ruhig fährt, kommt sicher ans Ziel.

5. Japanische Autobahnen

Die japanischen Autobahnen zählen zu den besten und sichersten weltweit. Sie sind in perfektem baulichen Zustand, werden vorbildlich unterhalten und beleuchtet, haben in regelmäßigen Abständen Raststätten mit sauberen Toiletten, Boutiquen und Restaurants. Die Kehrseite der Medaille sind allerdings allgegenwärtige Mautstellen, an denen man kräftig zu zahlen hat. An vielen Brücken kostet die Weiterfahrt 100 Yen (3.500 für die große Seto Ohashi zur Insel Shikoku). Ebenso auf der Autobahn: Rechnen Sie mit ungefähr 2.000 Yen für eine Fahrt von 3 Stunden zwischen zwei großen Städten. Es gibt ein System mit vorher bezahlten Karten, ETC, aber man braucht einen langen Atem, um sich dort anzumelden.

Mieten Sie mit Japan Experience ein Auto und holen Sie sich die ETC-Karte unkompliziert mit dazu.

6. Navi

Das japanische GPS hat eine sehr nützliche zusätzliche Funktion: man kann eine Telefonnummer eingeben und sich dorthin führen lassen. Die meisten GPS-Geräte funktionieren leider nur auf Japanisch, aber man kann sich jederzeit im Hotel oder von einem Passanten helfen lassen. Auf Anfrage können Autos, die über Japan Experience reserviert wurden, mit einem GPS in Englisch ausgerüstet werden.

Wenn man mobiles Internet oder eine Offlinekarte von Japan heruntergeladen hat, kann man sich natürlich auch bequem von GoogleMaps oder einer alternativen App leiten lassen.

7. Motorradführerschein

Für die Motorradführerscheine A, A2 und A1 können Sie auf Anfrage bei der konsularischen Abteilung der Deutschen Botschaft in Tokio sowie beim Generalkonsulat Osaka-Kobe eine Übersetzung erhalten.

8. Bahnhof oder Parkplatz

Nach einstimmiger Meinung aller, die in Japan regelmäßig Auto fahren, ist die größte Hürde das Parken im innerstädtischen Bereich. Sein Auto einfach “in zweiter Reihe”, an der Bordsteinkante oder, noch schlimmer, auf Privatparkplätzen abzustellen ist strengstens verboten und die Bußgelder haben es in sich. Die einzige Möglichkeit sind öffentliche Parkplätze, aber auch die sind rar und nicht umsonst: 500 Yen für 30 Minuten, 2.000 für eine Nacht in der Großstadt oder in Touristenzentren.

Auf dem Land haben Sie dieses Problem jedoch meist nicht und viele Hotels und Ryokans stellen Ihnen auch einen Parkplatz zur Verfügung.

9. Zeit ist Geld

Navitime erlaubt es Ihnen, die Fahrzeit sowie den an den Mautstellen zu erwartenden Preis voraus zu berechnen. Allerdings gibt es diesen Service nur in Japanisch. Die Suchmaschine lässt sich aber auf das lateinische Alphabet umstellen, sodass man Preis und Kosten kalkulieren kann.

10. Mietwagen

Wenn Sie einen Mietwagen nehmen wollen, lassen Sie sich unbedingt zeigen, wie man losfährt und anhält, denn viele Autos funktionieren ohne Schlüssel. Auch das GPS sollten Sie sich erklären lassen.

Vergessen Sie unterwegs nicht Ihren Führerschein und die Übersetzung!

Kommentare Lesen Sie die Kommentare unserer Reisenden

mr

Sorry, das ist ein wenig zu wenig, es sei denn, man bucht hier. ETC ist gut aber welche Möglichkeiten gibt es sonst? Viele offen Fragen auf einer Werbeseite. Dennoch Danke.