Shojin ryori, die Küche der Mönche   精進料理

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Ein Gericht, was in buddhistischen Tempeln serviert wird.

Ein runder Teller eignet sich, um das Shojin Ryori zu servieren.

Das Yuba ist eine fast fest gewordene Creme, die man oft zu einem Shojin Ryori isst.

Das Shojin Ryori wird in bestimmten buddhistischen Tempeln serviert.

Ein Frühlingsgericht, was durch das Shojin Ryori inspiriert wurde.

Man serviert oft ein Gemisch von Saisongemüse zum Shojin Ryori.

Das Daikon ist eine japanische Rübe.

Am Tisch der Buddhisten

Die buddhistische Küche ist vegetarisch oder vegan und wird Shojin Ryori genannt, was übersetzt werden kann als „Küche der Hingabe.“

In Japan wird die Shojin Ryori Küche am häufigsten in Zen - Tempeln und in ihrer Umgebung, also vor allem in Kyoto, gekocht.


Die Regeln des Buddhismus in der japanischen Küche

Im dreizehnten Jahrhundert haben die chinesischen Zen -  Mönche in Japan das Ryori Shojin eingeführt. Sehr einfach erklärt, ist diese Küche auf dem Grundprinzip des Buddhismus gebaut, die verbietet „das Leben zu nehmen“, also ein Lebewesen zu töten. Deshalb wird es ohne Fleisch oder Fisch, sowie Zwiebeln und Knoblauch, weil diese Gemüse gleichbedeutend mit der „Tötung“ stehen, da man ihre Zwiebel isst. Das Shojin Ryori ist völlig vegetarisch oder sogar vegan, wenn man Eier nicht verwendet.

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Es gilt also die Jahreszeiten zu beachten und nach lokalen Produkten zu suchen, um in Harmonie mit der Natur zu leben. Man muss auch jede Art von Verschwendung, um jeden Preis, vermeiden. In der Tat ist es in einigen Rezepten erlaubt die Blätter und die Karottenschalen, sowie Rettichblätter usw., zu verwenden. Das gilt typischerweise für Brühen.

Der Buddhismus schreibt eine spartanische aber nahrhafte Diät, ohne Alkohol und ohne Fleisch, kombiniert mit körperlicher Bewegung vor, um den Körper bei guter Gesundheit zu halten und was der geistigen Arbeit zu Gute kommen soll. Im Westen sagt man „ein gesunder Geist ist in einem gesunden Körper zu Hause“, und das japanische Ryori Shojin gibt genau das wieder.

Gerichte der Shojin Ryori

Die verschiedenen Einschränkungen hindern die buddhistischen Küche nicht, schön und reich an Zutaten und Aromen zu sein. Tatsächlich lässt das Ryori Shojin das Vergnügen der Sinne, in einer gerechten Maße, nicht außer Acht. In einem Tempel oder einem Restaurant, was die Zen - Küche serviert, genießt man oft den Geschmack der  Tempura-Gemüse der Saison und / oder typische Gemüse wie Lotuswurzeln, Kürbiskerne und Gingko.

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Es werden auch verschiedene Variationen von Tofu (Platten, Würfel, gebraten, in der Suppe ...) und eine mehr oder weniger festen Creme angeboten, die nicht mit Tofu zu verwechseln ist und Yuba genannt wird. Sie wird auch für dekorative Zwecke verwendet, indem man sie in kleine Blüten oder Blätter schneidet und auf dem Teller anrichtet. Eine Dashi - Bouillon und eine Schüssel mit weißem Reis werden auch zu diesen Mahlzeiten serviert.

Tischkunst

In einigen Tempeln und Restaurants, vor allem bei denjenigen, die dafür ausgerichtet sind die traditionelle japanische Küche zu entdecken, kann ein Ryori Shojin sehr dem Kaiseki ähnlich sein. Kaiseki ist ein traditionelles japanischen Gourmet - Gericht, was aus mehreren Gerichten und verschiedenen Garmethoden kombiniert ist und damit für ein volles Geschmackserlebnis sorgt.

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Beiden Konzepte kombinieren perfekt miteinander, denn da wo das Shojin Ryori die Harmonie mit der Natur und den ausgewählten Zutaten sucht,  basiert die Kunst des Kaiseki auf Harmonie zwischen Geschmack, Textur und Aussehen von Lebensmitteln. Dennoch ist eine Kaiseki Mahlzeit nicht unbedingt vegetarisch.

Um genau diese Harmonie wiederzugeben, werden die Ryori Shojin Gerichte in Schalen oder runden Tellern serviert und man sagt, dass der, der gerade isst, die Repräsentation der Welt sehen kann.

Doch in Tempeln, die von Japantouristen besucht werden - in der Region Koyasan zum Beispiel - werden all diese Prinzipien nicht notwendigerweise haargenau befolgt. Die Mönche versuchen oft ihre Kultur zugänglicher zu machen.

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