Ramen   ラーメン

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Râmen-Nudeln

Râmen-Nudeln isst man auf die Schnelle zwischendurch, allein oder mit Freunden.

Shoyu Râmen

Oben links: Shoyu Râmen. Oben rechts: Tonkotsu Râmen. Unten links: Shio Râmen, Unten rechts: Miso Râmen.

Râmen werden oft mit Freunden am Tresen gegessen.

Râmen werden oft mit Freunden direkt am Tresen gegessen.

Râmen als Reproduktion aus Plastik am Eingang eines Restaurants.

Das Nationalgericht

Als die Râmen-Nudeln vor mehr als hundert Jahren aus China nach Japan kamen, war es Liebe auf den ersten Blick. Seitdem ist es eine kulinarische love story mit Happy End.

Japaner essen Râmennudeln mit Vorliebe unterwegs und nehmen sie oft gleich am Verkaufstresen zu sich. Dabei schlürfen sie genüsslich und, steht man zu dicht daneben, kann man durchaus den einen oder anderen Spritzer abbekommen.Râmennudeln sind ein einfaches, aber ungeheuer erfolgreiches Gericht. Diese nahrhaften chinesischen Weizennudeln werden im allgemeinen in einer Fleischbrühe mit Rind-  Schweinefleisch- oder Geflügelstückchen oder auch mit Meeresfrüchten und Gemüse serviert.

Dem Nudelteig wird alkalisches Wasser hinzugefügt. Daher die gelbe Farbe und die typische Textur. Vermutlich gelangten sie Ende des XIX. Jahrhunderts durch einwandernde Chinesen nach Japan.

Aber diese Geschichte hat 2 Versionen. Während die einen behaupten, die in den äußersten Süden Japans einwandernden Chinesen, die sich in Kurume, nahe Fukuoka ansiedelten, hätten die ersten Râmen-Nudeln erfunden, belegen andere Quellen, sie seien das Werk eines chinesischen Kochs, der in Yokohama arbeitete. Um seiner japanischen Kundschaft Appetit entgegen zu kommen, bot er sie in einer schmackhaften Bouillon an.

Die Râmen-Welle

Seit dem Beginn des XX. Jahrhunderts sind Râmen sehr populär, auch wenn sich das Grundrezept seitdem wandelte. Mittlerweile sind Shoyu Râmen ( 醤油, mit Soja-Soße) auf dem gesamten Archipel am beliebtesten.

Dennoch gibt es zahlreiche regionale Abwandlungen, wobei die aus Fukuoka am bekanntesten und begehrtesten sind.Sie werden in einer Schweinsknochenbouillon (tonkotsu râmen 豚骨) angeboten. Danach folgen in der Beliebtheitsskala die Tokioter Salz-Râmennudeln ( shio râmen,塩) und schließlich die aus Sapporo, deren Bouillon Soja-Soße zugegeben wird (Miso Râmen, 味噌).

Japanisches Fast Food

Râmennudeln sind kostengünstig, schnell zubereitet und können in den Râmen-ya (Râmenrestaurants ラーメン屋) ebenso schnell verzehrt werden. So sind die berühmten Nudeln gewissermaßen die japanische Variante des Fast Food. Man findet sie nahezu an jeder Straßenecke.Ansprechende Schilder heißen einen Willkommen und die Restaurants sind bis spät in die Nacht geöffnet. Sie sind ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer, die selten  heimgehen, ohne zuvor noch schnell auf eine letzte Schale Ramen- Nudeln einzukehren.

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