Udon   饂飩

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Tsukimi ramen

Eines der beliebtesten Udongerichte, Tsukimi Ramen, wird oft im Herbst gegessen. Das Ei symbolisiert den Mond, der als Zeichen für diese Saison steht.

Zubereitung von Udon

Udon werden mit einem besonderen Messer geschnitten, dem Udon Kiri, bei dem die Schneide unter den Griff reicht.

Udon-ya

Udon-ya sind ebenso beliebt wie Râmen-ya - man findet sie an jeder Straßenecke.

Zaru udon

Diese kalten Nudeln werden vor dem Essen einzeln in die Sojasauce (blaues Schälchen) getaucht.

Curry Udon

Curry (Kâre) ist so beliebt in Japan, dass es sogar mit den traditionellsten Gerichten kombiniert wird.

Das herzhafte Misonikomi Udon aus Nagoya schmeckt einfach köstlich.

Leidenschaft Udon

Woher kommen diese dicken und klebrigen Nudeln, die so leicht von den Stäbchen rutschen?

Udonnudeln gehören zu den beliebtesten Gerichten in Japan zusammen mit ihren Verwandten Soba (Buchweizennudeln) und Râmen. Diese weißen, sehr dicken und klebrigen Nudeln werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt.

Obwohl sie noch japanischer als Râmen erscheinen mögen, ist auch ihre Herstellungsweise ein Import aus China. Es gibt unterschiedliche Angaben darüber, wann die Râmen zum ersten Mal nach Japan gekommen sind. Entweder brachte Sie der berühmte Spion Kûkai, der ins Reich der Mitte entsendet worden war oder ein Mönch der Rinzai-Sekte ins Land. Mehrere Personen nahmen für sich in Anspruch, Ursprung der japanischen Udontradition zu sein.

Einige dieser Geschichten sehen in Kagawa den japanischen Geburtsort dieser herzhaften Nudeln. Der Spielfilm Udon (2006, Katsuyuki Motohiro) beschreibt die Geschichte des Booms dieser dicken Nudeln in den 80er Jahren, eine Zeit in der die Stadt vorwiegend auf dieses Gericht setzte, um Besucher anzuziehen. Heute ist Kagawa zu einem kulinarischen Pilgerort geworden. In Takamatsu, der Hauptstadt der Präfektur, wird als regionale Spezialität Sanuki Udon serviert, eine Variation der Suppennudeln mit Thunfisch und Kelp (Seetang).

Das Besondere der Udon liegt nicht so sehr in ihren Zutaten, sondern vielmehr in der Art und Weise ihrer Herstellung, besonders dem Arbeitsschritt, der darin besteht, den Teig mit den Füßen zu stampfen (der dabei selbstverständlich aus hygienischen Gründen mit einer Plastikfolie abgedeckt ist).

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Erst seit kurzem beliebt

Erst seit der Edozeit werden die Udon auch im Alltag verzehrt, denn davor waren sie den buddhistischen Mönchen vorbehalten. Da sie sich gut als Fast Food eignen, werden sie bald ein beliebtes Gericht, das man zwischendurch am Ladentisch isst, genau wie Râmen.

Es gibt in Japan mehrere große Restaurantketten, die sich auf Udon spezialisiert haben, wie zum Beispiel Hanamaru Udon (unsere Empfehlung, dort gibt es ein englisches Menü), Marugame Seimen, Nakau oder die vornehmste Kette Tsurutontan (dort kann man sich die Udon selbst zusammenstellen).

Genau wie Râmen-ya findet man auch an fast jeder Straßenecke Udon-ya (うどん屋, ein spezielles Udon-Restaurant).

1001 Udon

Man isst sie kalt oder heiß, mit oder ohne Brühe, mit oder ohne Frühlingszwiebeln garniert. An einer sehr dunklen Brühe, auf Basis von stark konzentrierter Sojasauce, erkennt man das Gericht aus Kanto, während eine klare Brühe und etwas dünnere Suppennudeln auf die Variante aus Kansai schließen lassen.

Auch die kalt servierten Zaru Udon, die in eine Sauce auf Sojabasis getaucht werden, gehören zu den beliebtesten Varianten. Aber es gibt zahlreiche weitere Spielarten der Rezepte je nach den Zutaten, die man gern in der Schüssel hätte: Tsukimi Udonmit Ei, Misonikomi Udon, die Spezialität Nagoyas mit Miso, Huhn und Frühlingszwiebeln, und schließlich IseUdon,aus der heiligen Stadt Ise, mit getrockneten Bonitoflocken, Sardinen und Kelp (Seetang). Eine etwas modernere Variation sind die Kâre Udon, für alle, die japanisches Currylieben.

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