Dorayaki   どら焼き

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Die Dorayaki bestehen aus zwei aufeinander gepressten, runden Pfannkuchen mit einer roten Bohnenpaste dazwischen.

Dorayaki Variationen: Es gibt viele verschiedenen Variationen der Dorayaki.

Man kann seinen Dorayaki mit allen möglichen Beilagen garnieren.

Der Mönchskrieger Benkei und die Entstehung der Dorayaki.

Dorayaki mit Doraemonaufdruck.

Doraemon ist eine in Dorayaki vernarrte Roboterkatze.

Doppelt so viel Pfannkuchen?

Die Dorayaki gehören zu den bekanntesten japanischen Gebäcken. Sie bestehen aus zwei aufeinander durch eine rote Bohnenpaste gepresste Pfannkuchen.

DOCH DER DORAYAKI IST KEIN PANCAKE !

Trotz seines Erscheinungsbildes bei dem man meinen könnte es handele sich um eine Pancake, kann man die Dorayaki nicht einfach als solche abstempeln. Das Rezept stammt von einem portugiesischen Kuchen, "castella"(auf japanisch kasutera) genannt und von Missionaren im 16. Jahrhundert nach Japan gebracht worden. Dieser kasutera hat eher eine schwammige Konsistenz im Gegensatz zum Pancake, der eher einem zu dicken französischen Crêpe ähnelt. Sie haben also weder die gleiche Form, noch den selben Geschmack. Die Dorayaki sind also wesentlich weicher als ein klassisches Pancake und darüber hinaus entspricht ein Pancake einer ganz anderen japanischen Süßspeise.

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Im Originalrezept so wie auch in vielen traditionellen japanischen Konditoreien werden die Dorayaki mit einer süßen Rote- Bohnen-Paste (Azuki) gefüllt. Dennoch wird meist auch eine etwas andere Variante angeboten, verziert mit einer Nuss-Schlagsahne, Nama Dorayaki genannt. Nama bedeutet frisch und ist bezogen auf die Schlagsahne. Abgesehen von diesen beiden hier genannten Varianten, gibt es natürlich noch ein Dutzend weitere, da es ziemlich einfach ist die Füllung eines Dorayaki zu variieren. So gibt es unter anderem Dorayaki mit Süßkartoffelcremefüllung, Matcha, Esskastanie...Man kann es auch zu eis essen oder mit allen möglichen Beilagen garnieren. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

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Die umstrittene Herkunft der Dorayaki

Mehrere Geschichten umgeben die Herkunft der Dorayaki Das Wort Dora bedeutet "Gong" auf japanisch, was sich auf seine runde und goldbackene Gestalt zurückführen lässt. Es heißt der Kriegermönch Saito no Musashibo Benkei (1155-1189) habe eines Tages seinen Gong vergessen bei einem Bauer bei dem er sich versteckt hielt. Nach seiner Abreise hat der Bauer auf diesem Gong einen Kuchen gebacken und damit die Dorayaki erfunden. Andere Theorien behaupten, der Bauer hätte den Kuchen Benkei höchstselbst angeboten und dadurch wurde der Kuchen erst so berühmt. Doch wie es wirklich geschah wird wohl nie mehr ans Tageslicht kommen.

Es ist auch möglich, dass die runde und platte Form der Dorayaki sich ganz einfach von den Süßwaren der westlichen Konditoreien hat inspirieren lassen. Der Hauptteil der Wagashi in Japan hat eine geschlossene Form, bei der sich die Bohnenpaste vollumfänglich im Inneren des Kuchens befindet, wie es der Fall ist bei den Manju oder Imagawayaki, welche den Dorayaki ansonsten sehr ähneln. Die Dorayaki hingegen sind geöffnet. Wenn auch diese "Sandwichform" erst durch die heute noch existierende Konditorei Ueno in Tokio, Usagi-ya kam und sich durchgesetzt hat und von dieser Konditorei seit Beginn des 20. J so angeboten werden.

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Man sollte auch noch wissen, dass die Dorayaki im Kansai anders genannt werden: Sie heißen hier Mikasa, mit Bezug auf den Berg Wakakusa der umgangssprachlich Mikasa genannt wird. Dieser "Hügel" befindet sich bei Nara und ist bekannt als exzellenter Aussichtspunkt um den Mond zu betrachten. Die Dorayaki erinnern hierbei an den Blick auf den Vollmond vom Berg Mikasa aus. In Nara werden Mikasa von erstaunlicher Größe (ca. 20cm Durchmesser) zum Verkauf angeboten.

Ein beliebter Leckerbissen

Sie werden verstanden haben, dass die Dorayaki von allen Japanern sehr geschätzt werden, ob klein oder groß. Es ist daher auch selbstverständlich, dass sie sich überall in der japanischen Kultur wiederfinden. So zum Beispiel in einem Anime aus den 1980er Jahren, bei dem eine blaue Roboterkatze ganz vernarrt in Dorayaki ist. Aufgrund ihrer Versessenheit auf Dorayaki tappt sie dann schließlich auch in jede Falle die man ihr stellt. Manche Dorayakiverkäufer haben daher auch ein Bild oder eine Figur von dieser Doraemon genannten Roboterkatze direkt neben der Ware.

Etwas aktueller ist das Auftreten der Dorayaki in dem Film "Kirschblüten und rote Bohnen" von Naomi Kawase. Der Film der sich auch in Deutschland größter Beliebtheit erfreut, setzt sich unter anderem mit der facettenreichen Herstellung von Dorayaki zusammen.


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