Museen und Galerien   博物館 Museumsfieber

Museumsfieber

Japaner lieben Museen und Galerien. Dem Besucher bieten sich hunderte an, von renommiert bis ausgefallen. Die Kunst lädt Sie ein zur nachdenklichen Meditation, zum Teilnehmen und Teil werden.

Trotz der langen Wirtschaftskrise, die vom Platzen der Finanzmarktblase 1991 bis zur mehrfachen Katastrophe am 11. März 2011 reichte und starke Budgetkürzungen zur Folge hatte, vergeht keine Saison ohne das ein neues Museum mit innovativer und gewagter Architektur eröffnet wird, ein neuer Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst oder für Volkskunst im Geiste des mingei. Im Rahmen dieser Dynamik bestätigt eine Ausnahme die Regel: Das Suntory-Museum in Osaka, vom berühmten Architekten Tadao Ando entworfen, musste am 26. Dezember 2010 schließen.

In Japan werden herausragende Ausstellungen oft durch die auflagenstarken Zeitungen der japanischen Presse finanziert und nicht etwa durch das Kulturministerium. Neben öffentlichen Einrichtungen und staatlichen Museen sind Präfekturen, Gemeinden, private Stiftungen und Sammler sowie großzügige Mäzenen bestrebt sich gegenseitig zu übertrumpfen und eine große Nachfrage für Kleinode der Kunst vergangener Tage und von heute zu schaffen