Heiße Quellen & öffentliche Bäder   温泉 Die Geschichte des Wassers

Die Geschichte des Wassers

Quell der Behaglichkeit, Synonym für Entspannung – das fällt den allermeisten Japanern spontan zu Thermalquellen (onsen) und öffentlichen Bädern (sentô) ein.

Onsen sind das Lieblingsziel der japanischen Touristen. Ideal zum Stressabbau, verkörpern sie die Sehnsucht nach epikuräischem Glück. Nach einem solchen Bad ist man guter Laune. Mit der Familie, zu zweit oder unter Freunden, Frauen und Männer – seit der Landung der amerikanischen Schiffe – getrennt, tauchen ein ins exquisite, entspannende Thermalwasser, ohne Rückhalt und Badehose. Wer diese Erfahrung in Japan nicht macht, übersieht das Wesentliche.

Man muss wissen, dass das Bad in Japan nicht dazu dient sich zu waschen. Schon bevor man ins klare oder schwefelhaltige Wasser steigt, sollte sich gewaschen haben und blitzsauber sein, denn das Wasser der kami (Shinto-Gottheiten) darf nicht beschmutzt werden.

Ob weit oben im Gebirge, direkt an der Küste oder am Mont Fuji, mitten in der Stadt oder auf dem Lande, Quellen sprudeln überall auf dem japanischen Archipel. Es soll an die einhundert siebenundzwanzigtausend Quellen geben. 2011 hat das japanische Umweltministerium offiziell 3.185 Thermalbäder gezählt.

Heiße Quellen & öffentliche Bäder in Japan