Omotesando   表参道

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Der Boulevard Omotesando ist zum Schaufenster der großen internationalen Marken geworden.

Omotesando

Bulgari, Louis Vuitton, Dior und andere große Marken haben sich auf dem Boulevard Omotesando niedergelassen.

Omotesando wird manchmal auch die japanischen "Champs Elysées” genannt.

Auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten

So mancher gerät in einen regelrechten Kaufrausch, wenn er diese Straße auf der Suche nach seinen Lieblingsmarken hinabschlendert.

In Omotesando, unweit vom Meiji-jingu und dem leicht abgedrehten Viertel Harajuku, gibt es jede Menge Boutiquen und spektakuläre Bauwerke. Hier gilt: Ohne Yen, kein Spaß!

In nur einem Jahrzehnt hat sich die Atmosphäre stark verändert. Vom Charme früherer Zeiten ist nichts mehr geblieben. Die letzten, 1927 nach dem großen Kantô-Erdbeben erbauten dôjunkai (Wohnhäuser) wurden abgerissen. Nach den Olympischen Spielen von 1964 hatten japanische Kunstschaffende diesen Ort  für sich entdeckt und Wohnungen in Ateliers und Kunstgalerien verwandelt. Das ist nun schon lange Geschichte.

Heute hat der Architekt Tadao Ando ein verwirrend futuristisches Handelszentrum an diese Stelle gesetzt: Omotesando Hills, eingeweiht 2006. Ein Riesengewinn für Immobilienhaie und Luxusmarken, die sich nach Ginza in diesem neuen Tempel des Kommerzes niedergelassen haben. Eine schmerzliche Wunde jedoch für Liebhaber des historischen Tokios.

Die breite und protzige Avenue Omotesando, die sich vom Eingang des Parkes Yoyogi

bis nach Aoyama erstreckt, ist zum Schaufenster der großen internationalen Marken geworden. Eleganz und Modebewusstsein versuchen einander wie Rivalinnen in Schick und Maßlosigkeit zu überbieten. Dieses Zurschaustellen von Reichtum scheint sich über die soziale und ökonomische Realität des Landes hinwegzusetzen.

Bulgari, Louis Vuitton, Dior, Tod’s, Prada, Emporia Armani, Ralph Lauren und viele andere haben von den derzeit angesagtesten Architekten wie Jun Aoki oder Ito Ito aufsehenerregende Konstruktionen errichten lassen. Die Samurai der japanischen Modebranche Issey Miyake, Yohji Yamamoto, Comme des Garçons behaupten hier ihre Stellung. Auch andere Marken treten nach dem Vorbild des japanischen Unternehmens Uniqlo oder der spanischen Marke Zara in den Reigen der ganz Großen ein.

Sogar völlig unerwartete Adressen ziehen Kunden an. So quillt Oriental Bazaar über vor Antiquitäten und Souvenirs. Ebenso wenig kommt man an Laforet vorbei, einem Mischkonzern, der in der Gunst der Kunden ganz oben rangiert, und an der Kreuzung mit der Meiji-dori auf 8 Etagen seine Produkte anbietet. Nicht zuletzt gibt es für die Kleinen das Spielzeugkaufhaus Kiddyland und für die Großen Condomania, eine Boutique, die alle Arten von Präservativen und Sex Toys anbietet.

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