Harajuku   原宿

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Bahnhof Harajuku auf der Yamanote-Linie

Der Bahnhof Harajuku auf der Yamanote-Linie steht in scharfem Kontrast zum ausgeflippten Viertel.

Die berühmte Ladenstraße Takeshita Dori ist ein Pilgerort für Fans von ausgefallener Mode und Gimmicks.

Im Fashionviertel Harajuku entstehen immer ausgefallenere Trends.

Labor der Trends der Zukunft

Harajuku wird von jungen Leuten in höchst ausgefallener Aufmachung bevölkert, hier knistert die unerträgliche Leichtigkeit des Seins.

Im Stadtviertel Harakuju kaufen Leute ein, die sich für unangepasst halten, sowohl in der Mode als auch in der Musik. Sie geben sich der Illusion hin, einzigartig zu sein. In den 90er Jahren wurde Harakuju zum Treffpunkt junger Japaner, die sich von Massenkonsum und zunehmender Standardisierung als Ergebnis einer zügellosen Globalisierung abgestoßen fühlten. Allerdings geht es ihnen weniger um Protest, als vielmehr darum, Einzelstücke aufzutreiben, die mitunter sehr kostspielig sein können.

Ein gesunder Dandyismus

Hier in Harakuju trifft sich die junge Szene auf der Jagd nach einem individuellen Look. Jugendliche Schülerinnen verstecken ihre Schuluniform im Schrank und tauschen Plisseerock, Marinejacke, Mokassins und weiße Kniestrümpfe gegen einen echten Minirock, ein Paar ausgeschnittene Ballerinas und ein T-Shirt in grellen Farben. Wer unter dreißig ist, kleidet sich in Harakuju wie seine Mangaheldin. Manche entscheiden sich für Neo-Retro. Man könnte sie fast mit Porzellanpuppen verwechseln. Andere, die Gothuloli, halb Gothic, halb Lolita kleiden sich stolz in schwarz und Spitzen.

Junge Männer, das Haar zu einer Banane gestylt, Ausstaffierung 100% rockabilly, tragen vorgetäuschte Rebellion zur Schau. Man sagt sogar, Modemacher würden ihre Assistenten regelmäßig nach Harakuju schicken, um sich hier Anregungen für neue Trends zu holen.

Die Leute probieren sich aus, überschreiten Grenzen, amüsieren sich.

Boutiquen bieten originelle Waren im Überfluss an, sogar die 100 Yen Shops, und zahlreiche Cafés stehen den Exzentrikern ein. Das ist Tokio wie es leibt und lebt!

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