Der Rikugi-en Garten   六義園

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Rikugi-en

Farbspiel im Garten Rikugi-en

Rikugi-en im Herbst

Der Garten Rikugi-en im Herbst

Rikugi-en im Herbst

Der Garten Rikugi-en im Herbst

Rikugi-en

Blick vom Teepavillon Takimi-Chaya in den Garten Rikugi-en

Rikugi-en

Der Pavillon Tsutsuji-Chaya im Rikugi-en

Poesie der Landschaft

Der aus der Edo-Zeit stammende Garten Rikugi-en strahlt noch heute eine große Ruhe aus. Er ist formvollendet wie ein Gedicht und hält von seinen Hügeln und Brücken aus prachtvolle Ausblicke bereit.

Der Garten Rukugi-en gehört zu den alten Prachtgärten Tokios, die einst den Daimyo gehörten, den Feudalherren der Edo-Zeit (1603-1867).

In der Zeit der Shogune

Das System der alternativen Residenz schrieb damals den Shogunen einen Wohnsitz in der Hauptstadt vor. Dazu gehörten natürlich Gärten, die nicht nur aus ästhetischen, sondern auch praktischen Gründen angelegt wurden. Zum Beispiel, um Gäste in einem Teepavillon empfangen zu können oder sich in den Kriegskünsten zu schulen.

In unserem Falle brauchte der Fürst Yanagisawa Yoshiyasu 5 Jahre, um einen Garten auf einem Stück Land anzulegen, das ihm vom 5. Shogun Tokugawa Tsunayoshi 1695 zugewiesen worden war.

Die Regeln der Poesie

Yanagisawa schuf eine Wasserfläche und legte darin eine Insel an, Naka-no-shima. Diese bestand aus zwei Hügeln, Imoyama und Seyama. All das wurde nach den sechs Prinzipien der japanischen Poesie gestaltet, die ihrerseits ihre Quelle in der chinesischen Poesie haben. Roku, “sechs” auf Japanisch, wird hier chinesisch ausgesprochen, nämlich riku.

Stelen weisen auf die schönsten Aussichtspunkte des Gartens hin (32 von einstmals 88). Verschiedene Wege und ein Felsvorsprung dienen dazu, das Panorama aus verschiedenen Blickwinkeln genießen zu können.

Die Parkanlage in ihrer Gesamtheit ist zu jeder Jahreszeit sehenswert. Im Frühjahr und im Herbst ist sie natürlich besonders schön und stark besucht. An Sommerabenden wird der Park illuminiert.

Die Teepavillons

Der ehemalige Teepavillon Takimi-no-chaya lädt zu einer Pause ein, obwohl er seine eigentliche Funktion nicht mehr erfüllt. Das Geräusch des nahen Wasserfalls und der malerische Ausblick lassen niemanden unberührt.

Der Pavillon Tsutsuji-chaya ist ideal platziert, um die rotgefärbten Ahornblätter im Herbst bewundern zu können.

Möchten Sie Ihren Besuch hier noch ein wenig genießen, bevor Sie ins nahegelegene moderne Tokio zurückkehren, dann nehmen Sie sich doch die Zeit für eine Tasse japanischen Tee im Pavillon Fukiage, von wo aus Sie gleichzeitig die Landschaft bewundern können.

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