Ausflüge rund um Tokio   遠足

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Eine Seilbahn führt vom gleichnamigen Ort auf den Takao.

Kawagoe Souvenirs

Souvenirläden in Kawagoe, dem kleinen Edo.

Der Tempel Kencho-ji in Kita-Kamakura, der älteste Zen-Tempel Japans.

Tsurumaki Onsen

Die heißen Quellen des Tsurumaki Onsen.

MimatsuMingei

Töpfe, Mimatsu und Mingei-Kunst sind von Tokio aus in nur 45 Minuten mit dem Shinkansen zu erreichen.

Töpferöfen in Mashiko

Töpferöfen in Mashiko, dem Ursprungsort des Mingei Kunsthandwerks.

Berg Takao

Der Berg Takao ist 599 m hoch.

Natur, Kunsthandwerk und Tradition

Die Stadt Tokio mit ihrer Fülle an Aktivitäten und Attraktionen wird Sie sicherlich einige Zeit in ihren Bann ziehen. Das heißt aber nicht, dass ein Ausflug über die Stadtgrenzen hinaus nicht durchaus lohnenswert wäre, insbesondere, wenn dieser zu verborgenen Schätzen führt.

Kamakura, Hakone, Nikko und der Berg Fuji sind zu Recht beliebte Ausflugsziele der Tokioter und ihrer Gäste, aber in der Umgebung Tokios gibt es auch weniger berühmte Orte, die sich dennoch ausgezeichnet dazu eignen, ein wenig Luft zu schnappen und Ruhe zu tanken.

Ein Gebirge am Rande der Stadt: der Berg Takao

Das Ballungsgebiet Tokio ist so ausgedehnt, dass es sogar Gebirge umfasst. Etwa eine Stunde entfernt von Shinjuku, in der Stadt Hachioji, befindet sich der Berg Takao, ideal für eine kleine Wanderung durch die Natur. Sie können ihn vollständig erklettern oder mit der Seilbahn bis auf halbe Höhe fahren. Von seinem Gipfel in 599m Höhe aus können Sie bei günstigem Wetter den Fuji bewundern.

Um dorthin zu kommen, nehmen Sie von Shinjuku die Linie Keio (fährt alle 20 Minuten; 50 Minuten Fahrt für 390 Yen) und steigen Sie in Takaosanguchi aus. Wenn Sie den JR Pass besitzen, können Sie auch die Linie Chuo bis zum Bahnhof Takao nehmen.

Das “kleine Edo”: Kawagoe

Der kleine Vorort Kawagoe wird “Kleines Edo” genannt (Edo ist der alte Name für Tokio), weil es hier noch einige Häuser von Kaufleuten aus dem 19. Jahrhundert gibt. Die Straße

Ichiban-gai, der Tempel Kita-in und seine steinernen Statuen oder auch der Turm Toki no Kane ( Glocke der Zeit) werden Sie in die Atmosphäre der Edo-Zeit zurückversetzen.

Die Heimstätte des Rinzai-Buddhismus: Kita-Kamakura

Kita-Kamakura ist genauso charmant und geschichtsträchtig wie Kamakura, es scheint nur ruhiger und ferner ab von der großen Stadt. Gegenüber vom Bahnhof sehen Sie den Tempel Engaku-ji, den größten Zen-Tempel Kamakuras. Ein Stück weiter befindet sich der Tempel Kencho-ji, der älteste Zen-Tempel Japans. Auch dem Museum für historische Töpferei in seinem alten Holzhaus sollten Sie unbedingt einen Besuch abstatten. Und zum Abschluss führt Sie ein kleiner Wanderweg vorbei am Tempel Jochi-ji zurück nach Kamakura.

Um dorthin zu kommen, nehmen Sie von Tokio aus oder von Shinagawa die Linie JR Yokosuka oder aber die Linie Shonan Shinjuku von Ikebukuro, Shinjuku oder Shibuya.

Outdoor-Aktivitäten in Tanzawa

Das Tanzawa-Massiv im Osten der Präfektur Kanagawa bietet viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Neben unvergesslichen Landschaften, die man während kurzer Wanderungen auf die Berge Tonodake und Sannoto bewundern kann, gibt es die Möglichkeit zu campen oder die Nacht in Berghütten zu verbringen. Wenn Sie den Berg Tanzawa mit seinen 1567 m Höhe ersteigen wollen, sollten Sie letztere Übernachtungsmöglichkeit wählen. Nach der Anstrengung können Sie in den heißen Quellen des Tsurumaki Onsen in der Nähe des Bahnhofs mit demselben Namen entspannen, bevor es zurückgeht nach Tokio.

Um dorthin zu kommen, nehmen Sie die Linie Odakyu bis nach Shibusawa und dann die Buslinie 2 nach Okura.

Der Ursprungsort des Kunsthandwerks Mingei: Mashiko

Man muss ein Stück hinausfahren, aber Liebhaber des traditionellen Kunsthandwerks werden sich die Stadt Mashiko gewiss nicht entgehen lassen. Sie liegt im Südosten der Präfektur Tochigi und ist als eines der bedeutendsten Zentren der Töpferkunst Japans bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts hat der Töpfermeister Shoji Hamada hier seinen Ofen erbaut und gemeinsam mit Yanagi Soetsu die Mingei Bewegung zur Wiederbelebung uralter japanischer Handwerkskunst gegründet. Damit trugen sie entscheidend zum guten Ruf Mashikos bei. Heute wird in Mashiko an 300 Töpferöfen gearbeitet, wovon einige, wie Tsukamoto oder das Verkaufszentrum Mashiko-yaki Kyohan, Schauvorstellungen zur Erläuterung des Produktionsprozesses machen. Darüber hinaus bieten die Togei Messe Mashiko und das Mashiko Sankokan Museum sehr aufschlussreiche Ausstellungen an.

Um dorthin zu kommen, nehmen Sie vom Bahnhof Tokio den Shinkansen nach Utsunomiya (45 Min., 4.930 Yen) und dann den Bus Toya nach Mashiko. Mit der Linie JR Tohoku kostet es nur 1940 Yen, dauert aber doppelt so lange.

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