Asakusa   浅草

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Heiliges Tor in Asakusa

Das Donnertor, Kaminari-mon, ist der Eingang zum Sensôji Tempel in Asakusa (Tokio).

Kauflustiger an den Marktständen Asakusas

Eine unüberschaubare Menge Kauflustiger erhält das Viertel am Leben.

In Asakusa werden Produkte aller Art angeboten.

Festivals in Asakusa

Neben den traditionellen Einkaufsstraßen prägen auch verschiedene traditionelle Festivals das Bild von Asakusa (Tokio).

Der Herzschlag Asakusas

„Kirschblütenwolke!
Glockenklang! Von Ueno?
Von Asakusa?“

L'Empire des Signes, Roland Barthes

In einem der letzten volkstümlichen Viertel der Hauptstadt shoppen Ausflügler aus der Provinz, Touristen und Tokioter bevor sie in den großen Sensōji-Tempel gehen, dessen Gelände man durch das Donnertor (Kaminari-mon)betritt. Herzlich Willkommen in Asakusa!

Kawabatas Asakusa

„Asakusa! … Asakusa ist für alle da. In Asakusa kommt vieles unverhüllt zum Vorschein. Allerlei menschliche Begierden wirbeln nackt durcheinander. Es ist ein großer Strom, in dem Menschen der unterschiedlichsten Schichten und Wesensarten zusammenkommen. Ein von morgens bis abends immerwährender, unergründlicher Strom. Asakusa lebt. Die Menge schiebt sich unablässig weiter. Ihr Asakusa ist ein Schmelztiegel, in dem alte Formen ständig in neue umgeschmolzen werden.”
Die rote Bande von AsakusaKawabata Yasunari
Soweit der Eindruck des Literaturnobelpreisträgers Kawabata.

Entlang der Shoppingmeile, einem schönen Beispiel für übertriebenen Tourismusrummel, preisen Gebäckverkäufer, insbesondere der auf dem Grill zubereiteten schmackhaften Reisbiscuits und Souvenirhändler Passanten auf der Suche nach Reisemitbringseln (omiyage) ihre Waren an.

Schon seit Jahrhunderten lebt dieses profane Ritual zum größten Vergnügen der Besucher fort. Nach einer solchen locker entspannten Einleitung versucht jeder vor dem Sensōji-Tempel ein paar schützende Weihrauchkringel als gute Vorzeichen zu erhaschen. Deren süße Düfte beruhigen den Geist und lassen den Besucher die Absurdität der Welt akzeptieren.

Die Party-Stadt Asakusa

Im Bezug auf Festlichkeiten verbreitet das Sanja Matsuri Fest im Mai einen ansteckenden Trubel. Im August verwandelt das Asakusa Samba Festival die Stadt in eine Art Rio.

Das restliche Jahr über kündet die Spottlust der alten Wettkunden, die, eine Zigarette im Mundwinkel, in den Seitenstraßen vor Fernsehbildschirmen die Hoffnung auf einen eventuellen Gewinn nicht aufgeben, von einem Alltag, der langsam verschwindet.

Schließlich gibt es noch das Sumida-Fest, Synonym für ein spektakuläres Feuerwerk, und die berühmten Kirschbäume am Fluss, die während ihrer Blütezeit im Frühjahr zum Flanieren einladen.

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