Takamatsu besichtigen   高松

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Das Schloss von Takamatsu

Das Schloss von Takamatsu

Sanuki Udon

Sanuki Udon ist eine Brühe mit dicken Nudeln aus Weizen, der aus der Umgebung von Takamatsu stammt.

Garten Ritsurin-koen

Farben des Herbstes im Garten Ritsurin-koen in Takamatsu.

Blick auf das Binnenmeer

Die ehemalige Festungsstadt des Matsudaira-Clans besitzt einen wunderbaren japanischen Garten und ist ein guter Ausgangspunkt, um den Osten der Insel Shikoku zu erkunden.

Takamatsu, im Osten Shikokus gelegen, die Verbindung zwischen der Hauptinsel Honshu und Shikoku her. Man kann seit 1988 mit dem Auto oder mit dem Zug hinüber gelangen dank der Eröffnung der Großen Seto-Brücke, die von Inselchen zu Inselchen zu springen scheint, um Takamatsu mit Okayama zu verbinden.

Ein Garten für die Teezeremonie

Der Park Ritsurin Kôen und seine 75 Hektar bewaldeter Hügel, seine Karpfenteiche und gepflasterten Wege sind der ganze Stolz der Stadt. 1625 auf Anordnung des Feudalherren Ikoma Takatoshi begonnen, nahm die Gestaltung des Gartens über ein Jahrhundert in Anspruch. So lange hat es gedauert, bis daraus ein prachtvolles Beispiel eines japanischen Garten mit geborgter Landschaft geworden war. Neben einigen Boutiquen und Ausstellungen handwerklicher Produkte lädt der Teepavillon Kikugetsu-tei zu einer Zen-Pause in einem einmaligen Rahmen ein: Beim Genuss des grünen Matcha-Tees können sie den Blick auf dem mit verblüffender Präzision geschnittenen Pinienwald ruhen lassen. Dem ursprünglichen Bewuchs folgend, finden wir in dem weitläufigen Garten zwei unterschiedliche Stile: einen traditionellen japanischen Garten im Süden und einen westlichen im Norden. Verlässt man den Garten und folgt der Einkaufsstraße Chuo-dori, die den Süden Takamatsus mit dem Hafen verbindet, kommt man unweit vom Meeresufer am Park Tamano Kôen vorbei, wo sich die Ruinen des Schlosses Tamamo befinden.

Sein Burggraben ist mit Salzwasser gefüllt, was eine Seltenheit ist. Das Schloss wird gerade rekonstruiert. Die Grundmauern seines hübschen Turmes Tsukimi Yagura wurden 2013 erneuert. 1590 vom Ikoma-Clan erbaut und verwaltet, wurde es später vom Matsudaira-Clan übernommen und schließlich während der Meiji-Zeit zerstört.

Im Paradies der Udon-Nudeln

Vom Hafen aus kann man in einer kurzen Überfahrt von 20 Minuten eine kleine bergige und bewaldete Insel erreichen: Megi-jima oder Onigashima (“Dämoneninsel”), in Anspielung auf die berühmte Legende von Momotarô, dem kleinen Jungen, der von den Göttern gesandt worden war, um ein fürchterliches Ungeheuer zu bekämpfen, das auf der Insel sein Unwesen trieb.

Im Osten, nur einige Zugminuten entfernt bietet das vulkanische Hochplateau von Yashima einen atemberaubenden Blick über das Seto-Binnenmeer. Hier fand im Jahr 1185 eine berühmte Seeschlacht zwischen dem Taira und dem Minamoto-Clan statt.

Von der salzigen Luft sind Sie sicher hungrig geworden und haben nun Appetit auf die Spezialität der Region: die sanuki udon. Diese dicken Nudeln in heißer Bouillon werden aus verschiedenen Weizensorten hergestellt, die alle auf der Insel angebaut werden. Man nennt Shikoku daher auch das Paradies der Udon-Nudeln.