Besuchen Sie den Park Shiretoko   知床国立公園

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Hirschkühe im Park von Shiretoko

Hirschkühe im Park von Shiretoko.

Im südlichen Teil organisiert man einen Tourismus” à la japonaise” mit dem Ziel, die schädlichen Auswirkungen des Massentourismus auf die Natur einzuschränken.

Abashiri, die ”große Stadt” der Region ist zur Drehscheibe des Massentourismus geworden

Abashiri, die ”große Stadt” der Region ist zur Drehscheibe des Massentourismus geworden.

Hafen von Abeshiri.

Landschaft im Park Shiretoko.

Landschaft im Park Shiretoko.

Wild und kunstvoll

Im äußersten Osten Hokkaidos liegt eine der schönsten Gegenden Japans überhaupt, das fantastische Naturreservat Shiretoko. Besucher sollten sich leise verhalten, um die Bären, von denen hier noch einige hundert leben, nicht aufzuschrecken.

Man ist hier wirklich am Ende der Welt. Shi-re-to-ko heißt wörtlich: “Da, wo die Welt endet”. Diesen Namen erhielt die Region von den Ainu, den Eingeborenen, die hier vor der japanischen Kolonisierung lebten.

Da, wo die Welt endet ist auch da, wo man die letzten Bären Japans beobachten kann, da, wo man Seelöwen in freier Wildbahn antrifft, da, wo die Natur unberührt und der Mensch noch nicht bis in den letzten Winkel vorgedrungen ist.

Die Reise zu diesem Juwel der Insel HokkaÏdo ist lang, lohnt sich aber um so mehr. Es erwarten Sie endlose Gebirgsketten, spektakuläre Steilküsten, tiefe Seen.

Auf markierten Wanderwegen

Die Halbinsel im Nord-Osten Japans am Ochotskischen Meer ist sowohl ein Naturpark als auch von der UNESCO geschützt. Der Shiretoko- Pass führt ins Zentrum des Parks zu Füßen des Vulkans Rausu.

Im südlichen Teil organisiert man einen Tourismus” à la japonaise” mit dem Ziel, die schädlichen Auswirkungen des Massentourismus auf die Natur einzuschränken. Im Shiretoko Naturzentrum werden die Wanderer über Verhaltensregeln und Verbote informiert. Sie folgen dann markierten Wanderrouten, die zu den Furepe Wasserfällen führen, wo man einen atemberaubenden Panoramablick über eine Bucht und die Wasserfälle hat, die die Steilküste herabstürzen. Ein Shuttle steht bereit, um Interessierte zum Ausgangspunkt des Fünf-Seen-Wanderweges und zum Kamuiwakka Wasserfall zu bringen.

Alpine Träume

Nördlich des Passes enden die markierten Wege. Zugang haben nur ausgewiesene und entsprechend ausgerüstete Bergsteiger. Fernab jeder menschlichen Siedlung gibt es auch kein Telefonnetz mehr, dafür aber Bären. Diesen Teil Shiretokos zu erobern erfordert genaue Vorbereitung und Ausrüstung. Die örtlichen Verantwortlichen laden nicht dazu ein und verbieten sogar, bis zum Cap zu gehen.

Aber auch ohne gewagte Klettertouren ist Shiretoko der Traum jedes Touristen. Man kann den Schreien der Seeadler lauschen, sich am leisen Klang der Glöckchen erfreuen, die am Rucksack befestigt sind, um Bären fern zu halten, winzige Frösche und Myriaden von Libellen am Ufer eines Sees entdecken oder in heißen Quellen baden, um die vom Aufstieg schmerzenden Füße zu auszuruhen…

In der Ferne, die Kurilen

Auf dem Weg zum Naturpark Shiretoko kommt man durch einige hübsche Ortschaften. Abashiri, die “große Stadt” der Region, ist in Japan besonders für sein Gefängnis bekannt, wo Kriminelle wie die Yakuza inhaftiert waren…

Dennoch kann man hier einen angenehmen Tag verbringen und zum Beispiel die unausweichlichen Museen der Völker des Nordens und des Ochotskischen Meeres besichtigen, bevor man nach Utoro weiterfährt.

Dieses Dorf ist zur Drehscheibe des Massentourismus geworden. Hier sind Transport, Hotels und Restaurants konzentriert. Man kann ein Fahrt an Bord eines Eisbrechers im Winter buchen oder im Sommer mit dem Boot die Küste der Halbinsel entlang fahren.

Das kleine Dorf Rausu auf der anderen Seite Shiretokos scheint durch die Maschen des Wirtschaftswundernetzes von Utoro gefallen zu sein. Hier hat der Tourismus noch nicht das wichtigste Problem der Region vergessen gemacht, die große Verletzung von 1945: der Verlust der Kurilischen Inseln, die an Russland fielen.