Burg Osaka   大坂城

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Fassade der Burg Osaka

Fassade der Burg Osaka

Burg Osaka

Burg Osaka

Balsam auf die Wunden der Vergangenheit

Etwas abgelegen, von Wolkenkratzern umgeben und mit einem Wall, der sie zu einer echten Festung macht, thront die Burg Osaka imposant und majestätisch über der Stadt. Sie gehört zu den symbolträchtigsten Burgen Japans.

Die Burg Osaka ist durch mehrere Brände gezeichnet, später neu aufgebaut, zerstört und geplündert worden. Ihre Geschichte ist reich an Schlachten und Eroberungen. Nachdem der daimyō (lokaler Militärführer des Shōgunats) die Einheit Japans erreicht hatte, entschied Hideyoshi Toyotomi (1536-1598) in Osaka ein Symbol seiner Macht, militärischen Stärke und seiner politischen Größe zu errichten.

Die Bauarbeiten des ursprünglich aus Granit errichteten Osaka-jô waren im Jahre 1583 abgeschlossen. Der letzte Großfürst von ganz Japan, Ieyasu Tokugawa (1543-1616), zerstörte das symbolträchtige Bauwerk 1615, aber nur ein paar Jahre später wurde es von seinem Sohn Hidetada Tokugawa (1579-1632) wieder aufgebaut. In den nächsten Jahrhunderten folgen Brände und Zerstörungen, erwähnenswert ist darunter die vollständige Zerstörung im Jahre 1868, als das Tokugawa-Shōgunat seine Macht und damit auch Osaka-jô verlor.

Ein neues Gewand

Im Jahr 1931 wird der zentrale Turm wieder aufgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs bleibt die Burg verschont. 1997 erfolgt eine umfangreiche Sanierung. Mit den Rekonstruktionen der Neuzeit haben allerdings hier und da Glas und Beton Einzug gehalten, so dass nur das Äußere dem ursprünglichen Aussehen nahekommt.

Das Gebäude erstreckt sich über acht Etagen, im Zwinger – es handelte sich ja um einen Militärbau – befindet sich eine eindrucksvolle Sammlung von Waffen, Rüstungen und Alltagsgegenständen aus vergangenen Tagen, die zum Museum des Osaka-jô gehören (Eintritt frei für Kinder unter 15 Jahren, 600 Yen für Erwachsene).

 Von der achten Etage aus präsentiert sich die Stadt in einem Panorama, welches die zu ersteigenden Stufen auf jeden Fall wert ist. Sie sollten auch einen ausgiebigen Spaziergang im weitläufigen Park durch die 600 Kirschbäume einplanen, bei dem Sie den Burggraben, die verstreuten Türme und die Tore besichtigen können. Die Authentizität mag dahin sein, das Flair aber noch lange nicht.

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