Okinawa besichtigen: Tourismus, Tipps 沖縄
Okinawa : Japan in der Südsee
Nur wenige Touristen unternehmen eine Reise auf diesen kleinen Archipel im Süden, auch wenn er nur zweieinhalb Flugstunden von Tokio entfernt liegt. Okinawa ist eine andere Welt, es unterscheidet sich stark von Japan durch seinen Dialekt, seine eigene Geschichte und seine Umwelt, die sehr an die Südseeinseln erinnert.
Die Einwohner der Ryukyu-Inseln (zu denen Okinawa zählt) sind erst im Verlauf der Geschichte zu Japanern geworden. Zuvor bestanden hier verschiedene Königreiche, die oft auch miteinander im Krieg lagen, bevor sie im 16. Jahrhundert zu einem Königreich wurden. Im Jahr 1609 wurde die Inselgruppe auf Geheiß des Tokugawa-Shogunats vom Satsuma-Clan besetzt. Aus dieser Zeit sind noch zahlreiche Schlösser auf den Inseln erhalten. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Unabhängigkeit der Inselgruppe offiziell beendet und die Präfektur Okinawa geschaffen. Während des zweiten Weltkriegs wurden auf der Insel brutale Kämpfe ausgetragen. Auch heute noch gehört ein großer Teil von Honto, der Hauptinsel Okinawas, zu einer wichtigen US-Militärbasis.
Die verstreuten Inseln sind ein wahres Naturparadies, viele Gegenden gehören zum UNESCO Weltnaturerbe. Die drei wichtigsten Inseln heißen: Okinawa, Miyako und Yaeyama. Jede hat ihren eigenen Charme.
Okinawa, Hawaii im Kleinformat
Die Hauptinsel Honto und besonders ihre Hauptstadt, Naha, bieten Reisenden eine Vielfalt von Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Die Bewohner sind stolz auf ihr okinawatypisches, entspanntes Lebensgefühl, was man vor allem in Tsuboya oder auch in Naha selbst spürt. Die amerikanische Präsenz ist im American Village in der Nähe der Basis besonders spürbar. Davon zeugt das umfangreiche Vergnügungsangebot. Man spricht von einem kleinen Hawaii. Sehenswert sind auch die Zeugen der Vergangenheit auf der Insel, wie etwa der Shuri-Palast der früheren Könige von Ryukyu, die Ruine des Schlosses Nagagusuku oder das ehemalige unterirdische Hauptquartier der kaiserlichen Marine.
Miyako, weiße Traumstrände
Die kleinen, in der Mitte des Archipels Okinawa gelegenen Miyako-Inseln sind für ihre weißen Sandstrände und das türkisblaue Wasser berühmt. Sporttauchen in den pazifischen Korallenriffen oder faul am Strand in der Sonne liegen – an den berühmten Stränden von Maehama und Yoshino haben Sie die Wahl.
Yaeyama, wilde Schönheit und traditionelle Kultur
Die Inselgruppe Yaeyama liegt zwar am weitesten vom Hauptarchipel entfernt, ist aber für Naturliebhaber und Kulturbegeisterte besonders interessant. Iriomote, eine große Insel, die vollständig unter Naturschutz steht, ist in ganz Japan für ihren ursprünglichen Dschungel und ihre Wildkatzen bekannt. Auf der Insel Taketomi finden Sie die noch am besten erhaltenen traditionellen Dörfer von ganz Okinawa. Zur Besichtigung fährt Sie ein Holzkarren, der von Wasserbüffeln gezogen wird.
Die Küche Okinawas ist abwechslungsreich und wohlschmeckend, eine raffinierte Mischung verschiedener Einflüsse, wie das bekannteste Gericht, Champuru, aus kurzgebratener Bittergurke mit Tofu und dünn geschnittenem Schweinefleisch zeigt. Ganz wie seine Küche, liegt Okinawa kulturell auf halbem Weg zwischen Japan und den Südeseeinseln.
Auf geht's nach Okinawa
Drei bis acht Flüge pro Tag gehen von den wichtigsten japanischen Städten (Tokyo, Osaka, Fukuoka...) nach Naha, Okinawa. Der Flug dauert 2 bis 2 ½ Stunden.
Von Tokyo und Osaka aus gibt es auch Direktflüge zu den Inseln Miyako und Ishigaki (Dauer: 3 bis 3 ½ Stunden).
Auf den Inseln fahren Sie mit dem Bus oder mit dem Fahrrad. Die Hauptinsel bietet sich an für eine Erkundung mit einem Leihwagen.
Zwischen den Inseln einer gemeinsamen Gruppe verkehren Fähren, zwischen Okinawa, Miyako und Yaeyama bietet es sich jedoch an zu fliegen (ungefähr 30 Minuten).
Die Dörfer auf der Insel Taketomi mit ihren Feldsteinmauern und Ziegeldächern sind ein Hafen der Ruhe.