Nagoya besichtigen   名古屋

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Riesenrad in Nagoya

Riesenrad in Nagoya

Schloss von Nagoya in den 30er Jahren

Schloss von Nagoya in den 30er Jahren, vor der Zerstörung.

Garten Tokugawa-en

Der Garten Tokugawa-en in Nagoya.

Heiligtum Atsuta-jingû

Heiligtum Atsuta-jingû in Nagoya.

Arimatsu in Nagoya

Das lebhafte Viertel Arimatsu in Nagoya.

Motor City

Diese Stadt ist zwar mehr für seine Toyota-Werke und seinen Industriehafen bekannt, als für touristischen Charme. Aber in Nagoya versteckt sich auch eines der wichtigsten Shinto-Heiligtümer, es gibt Sumo-Wettkämpfe und lokale Spezialitäten aus Chubu.

Das Schicksal der Hauptstadt der Region Chubu ist eng mit einer Schlüsselfigur der japanischen Geschichte verbunden : Ieyasu Tokugawa, dem ersten Shôgun einer langen Dynastie. Er trifft im Jahr 1601 eine geschichtsträchtige Entscheidung: Fünf weitere Handelsrouten sollen die größten japanischen Städte verbinden. Dies macht Nagoya zu einer wichtigen Etappe auf der Minoji-Straße, eine Nebenstrecke, welche die Handelsroute Tokaidô, zwischen der politischen Hauptstadt Tokyo und dem Kaisersitz Kyoto, mit der Nakasendô-Route verbindet.

Der Tokugawa-Clan in Toyota 

Im Jahr 1610 lässt der Shôgun für seinen siebten Sohn, Yoshinao, auf einem Felsvorsprung im Norden der Stadt ein Schloss erbauen. Es wird schnell zum Wahrzeichen der Stadt. Doch 1945 wird es von amerikanischen Bomben dem Erdboden gleich gemacht - zusammen mit einem Großteil der Stadt.

Das heute noch sichtbare Schloss ist ein Nachbau aus Beton.. aber wenn man der Dekimachi dôri nur ungefähr 30 Meter weiter folgt, kommt man zu einem weit interessanteren Museum, dass der Tokugawa-Familie gewidmet ist und an das der Garten Tokugawa-en angrenzt.

Wenn man aber von der Erinnerung an die Edo-Zeit absieht, muss man sich schon bewusst sein, dass Nagoya keine Stadt ist, die besonders auf Tourismus ausgerichtet wäre. Eher eine polypenartige Metropole (die viertgrößte Stadt in Japan mit mehr als 2 Millionen Einwohnern) und vor allem eine wichtige Industriestadt, die sich durch ihren Hafen (in dem es ein hochmodernes Aquarium gibt) und seine Automobilproduktion definiert.

Atsuta, das Heiligtum des Kaisers

Nagoya ist eine der vier japanischen Städte, in denen Sumo-Wettkämpfe ausgetragen werden (begeben Sie sich dazu im Juli dorthin). Im Süden des städtischen Ballungsgebiets liegen noch einige Sehenswürdigkeiten, wie das Museum Nagoya/Boston Museum of Fine Arts (Zeitgenössische Kunst) und vor allem das sagenumwobene Shinto-Heiligtum Atsuta-jingû, welches der Sonnengöttin Amaterasu gewidmet ist (von der die kaiserliche Dynastie in direkter Linie abstammen soll).

Noch weiter südlich trifft man im volkstümlichen Viertel Arimatsu auf ein quirliges, lebhaftes Nagoya, eines der wenigen, das 1945 nicht den Bomben zum Opfer fiel. Hier ist der Ort um die lokale Küche zu entdecken: eine Schüssel kishimen (dicke, flache Weizennudeln), paniertes Schweinefleisch mit Miso (miso katsu) oder über dem Feuer gekochter Aal (hitsumabushi).

Vorstellung der Stadt Nagoya, Video von TVShinjuku.