Der Schrein Fushimi Inari   伏見稲荷大社

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Torii am Schrein Fushimi Inari

Torii am Schrein Fushimi Inari

Eingang des Torganges am Fushimi Inari

Einladung zu einer Initiationsreise

Torii bilden den traditionellen Eingang zu Shinto-Heiligtümern. Am Schrein Fushimi Inari südlich von Kyoto reihen sich tausende Schreintore (torii) wie eine Schar rot-schwarzer Totems aneinander und überziehen den ganzen Hügel. Ein wunderbarer Fotospot.

Eintagestouristen, die den Ginkakuji und den Kinkakuji besuchen, sind hier selten anzutreffen. Meist ist es ruhig, nur der Wind streift durch den Bambus. Beginnen wir den zweistündigen friedlichen Spaziergang durch den Wald. Unterwegs werden wir in einem kleinen Restaurant herzlich bewirtet werden. Im VIII.Jahrhundert von der Hata-Dynastie ( Einwanderern aus Korea) errichtet, trägt der Shintô-Schrein Fushimi Inari mehrere unkonventionelle Ehrentitel.

Zunächst ist er unbestreitbar der aufregenste Schrein Kyotos, vielleicht sogar ganz Japans: Hier gibt es keine imposanten Gebäude, nur Torri soweit das Auge reicht. Wie in einem nicht enden wollenden Gebäude durchschreitet man immer wieder neue Torii. Bemerkenswert auch, dass diese außergewöhnliche Sehenswürdigkeit vergleichsweise wenig besucht ist. Keinerlei Goldverzierung, auf die Massen von Touristen ihre Fotoapparate halten, sondern einfach nur das Gefühl da zu sein, hier und jetzt.

Füchse säumen den Weg

Lassen Sie sich ruhig treiben, betrachten Sie ein Portal, das Sie besonders anspricht, genauer. Gehen Sie drum herum und nehmen Sie die Atmosphäre des heiligen Ortes in sich auf. Manchmal spaltet sich der Weg auf und es liegen zwei Torii-Gänge vor Ihnen. Und überall schauen Sie kleine Fuchs-Statuen (kitsune) an. Sie verleihen diesem Ort seine Spiritualität. Der Fuchs vertritt die Gottheit der Reisernte und der erfolgreichen Geschäfte. Den Schlüssel zur Reisscheune quer im Maul, hockt das listige Tier in allen möglichen Ecken und Nischen, von wo aus es Sie neugierig mustert.

Zur großen Freude all derer, die auf der Suche nach ein wenig Authentizität sind, gibt es in Kyoto tatsächlich noch Schätze, die von Touristenströmen verschont bleiben. Spaziergänger gibt es natürlich. Ebenso wie den einen oder anderen Restaurator bei der Arbeit. Aber Legionen von Touristen, nein! Nur eine Armada von Torii.

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