Chion-in   知恩院

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Eingang zum Chion-in Tempel.

Chion-in Tempel.

Der Garten des Chion-in Tempel bei Nacht.

Alles im Überfluss

Beim Chion-in Tempel ist alles so groß, erstaunlich und außergewöhnlich, dass man man fast meinen könnte er wurde nur errichtet um Eindruck zu schinden.

Der Chion-in Tempel ragt aus der Vielzahl der religiösen Gebäuden in Kyoto heraus. Auf der Spitze einer Anhöhe im Viertel Higashiyama gelegen, hat dieser vielfältige Tempel einige Überraschungen zu bieten. Zunächst aber, bedarf es kräftiger Waden. Denn der Tempel ist mit Treppen geradezu übersät. Doch dient dies alles um das Gefühl der Demut vor diesem imposanten Bauwerk zu bestärken, dass majestätisch mit seinem Eingangsportal, dem San-Mon, vor einem thront. Mit 24m Höhe und 50m Breite ist das San-Mon übrigens das größte Eingangsportal seiner Art von ganz Japan. Vergessen Sie nicht sich beim Aufstieg auch mal umzudrehen und diesen einzigartigen Panoramablick auf die Maruyama-Koen und Yasaka - Schreine zu genießen.

Ein Vogel zur Wache

Zur Freude der Kinder und der, der Leser des Clan der Otori, einem Roman von Ian Learn besteht der Außenflur aus uguisu-bari, die beim Betreten ein quietschendes Geräusch ähnlich des Gesangs einer Nachtigall von sich geben, es sei denn man hat einen etwas zu flinken Fuß. Dieser geniale Trick der sich im Nijo-jo befindet, war dafür da Eindringlinge zu offenbaren, die versucht haben, die Ruhe der klösterlichen Residenz zu stören. Nach dem man diesen Test überstanden hat gelangt man zu einer der Chion-in-Raritäten. Die mit 74 Tonnen schwerste Glocke Japans, aus dem Jahr 1633.

Ästhetik des Heiligen

Gespickt mit Attraktionen brodelt das Hauptgebäude noch heute voller religiöser Zeremonien, wenn auch hier einer der drei Zweige des Amidismus, die Jodo - Sekte, übersetzt „Reine Welt,“ aufgelöst wurde. Letztere wurde gegründet von Honen (1133-1212), dessen Asche im Mausoleum um die große Glocke herum ruht und aufgrund seiner Zugänglichkeit eines der beliebtesten Mausoleen in Japan ist. Um die Tour auf einer ästhetischen Note zu beenden, bieten sich die beiden japanischen Gärten Hojo Yuzen an, die dem schönen aber etwas eintönigen braunen Gebäude mit ihrer vollen Farbpracht entgegen wirken. Mit seinen bis ins kleinste Detail verzierten, aufragenden Säulen des Hauptgebäudes bleibt der Chion-in immer ein Kandidat für den spektakulärsten Tempel in Japan.

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