Arashiyama   嵐山

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Spaziergang unter den roten Ahornen.

Brücke von Arashiyama

Arashiyama Bambuswald

Die Flüsse im Mondschein

Die Beduetung von Arashiyama passt eigentlich so gar nicht zu diesem wunderschönen Viertel von Kyoto. Denn dem Wortlaut nach bedeutet es "Sturmberge", dabei handelt es sich hier um ein wahres Idyll der Natur. Wo der unentschlossen vor sich hinrauschende Fluss Oi die Togetsukyo „Brücke unter dem Mond" unterquert. Ab der Brücke ändert sich dann auch sein Name und er wird zum berühmten Fluss Katsura. Die Togetsukyo-Brücke bietet ein atemberaubendes Panorama dieses Garten Eden in Richtung westliches Kyoto. Zweimal im Jahr, wenn erst die Früchte und später die welken Blätter von den dort angepflanzten Kirsch- und Ahornbäumen in das Wasser des Katsura fallen, tüpfeln sie dabei eine malerische Landschaft in die Blicke der Wanderer die das Spektakel von der Brücke aus bewundern dürfen.

Bereits seit den frühen Jahren der Heian - Zeit (794-1192), strömten die Kaiser und Mitglieder des Adels nach Arashiyama um vor dieser Kulisse Hanami zu feiern. Das Betrachten der Kirschblüten (Sakura) und Aprikosenblüten (ume) ist eine Tradition, auf die die Japaner noch heute viel Wert legen. Die Färbung der Ahorne (momiji) im November kommt jedes Jahr einer neuen ästhetischen Sensation gleich.

So kommt es, dass viele Adlige hier ihre Paläste und Villen errichten ließen. Ein Erfolg der über die Jahrhunderte nicht an Glanz verloren hat, wie man auch anhand des bekannten Stummfilms Okochi Sanso mit dem Schauspieler Okochi Denjiro (1898-1962) erkennen kann.

Der Garten des Tempels Tenryuji begeistert mit seiner eindrucksvollen Botanik die Besucher, die sich sodann meist in den nahen Bambuswald begeben um dort Ruhe und Kraft zu tanken. Die Mimik der Makaken im Affen Park heitert auch den grimmigsten Grießgram wieder auf und man wird für seine Anstrengungen beim Klettern sogar mit einer wunderschönen Aussicht über die alte Hauptstadt Japans belohnt.

Winternachtstraum

Wenn die Nacht eingebrochen ist und die Farben verschwunden, bietet Arashiyama noch immer feinste Genüsse für seine Wanderer. Die raffinierte Küche serviert im Nishiki, einem luxuriösen Restaurant auf einer Insel des Flusses Oi, verwöhnt Ihren Gaumen. Im Dezember folgt dann das Fest des Hanatôro übersetzt „Laternenfest“ und taucht die Gegend in ein Lichtermeer. Ein unvergleichliches Erlebnis.

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