Kumano und die Halbinsel Kii   熊野 紀伊半島

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Shirahama

Shirahama (“Weißer Sand”), ein treffender Name für diesen Strand an der Südwest-Küste der Halbinsel Kii.

Gipfel von Kumano Sanzan

Die Gipfel von Kumano Sanzan (Halbinsel Kii), bei Sonnenaufgang.

In Kawayu steht den Liebhabern heißer Quellen der ganze Fluss Oto zur Verfügung

In Kawayu steht den Liebhabern heißer Quellen der ganze Fluss Oto zur Verfügung.

Der Tempel Seigandôji und der Wasserfall Nachino taki

Der Tempel Seigandôji und der Wasserfall Nachino taki.

Der japanische Jakobsweg

Die gebirgige Halbinsel Kii im Süden von Kansai zieht seit dem XII. Jahrhundert viele Pilger an. Diese heilige Region gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und bietet zahlreiche Wanderwege und heiße Quellen.

Seit mehr als 1500 Jahren pilgern Mönche auf den Waldwegen dieser an Mythen und Legenden überreichen Region und erklimmen ihre Gipfel. Die Berge der Halbinsel Kii stehen für den japanischen Synkretismus, das Zusammentreffen und Verschmelzen der beiden wichtigen Religionen des Landes: der Ursprungsreligion Shinto und des im V. Jahrhundert aus China via Korea eingeführten Buddhismus.

Berge und Strand

Dieser Synkretismus hat drei große Heiligtümer hervorgebracht, die Kumano Sanzan (“Die 3 Kumano Gipfel”: Hongu, Hayatama und Nachi), und berühmte Pilgerwege. Fünf Wege verbinden die Kumano Heiligtümer mit dem heiligen Berg des Shingon Buddhismus, dem Berg Kôya. Das ganze Areal wurde 2004 ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

Die Westküste der Halbinsel Kii, gegenüber der Süd-Ost -Seite der Insel Shikoku, scheint eher Touristen als Pilgern vorbehalten zu sein. Sie kommen im Zug von Osaka nach Tanabe. Dieser hübsche Badeort gilt als Eingangstor zu den heiligen Gipfeln, wirbt das beste Fremdenverkehrsamt der Gegend, in dem man Englisch und zum Teil Französisch spricht und die Anwohner in das Tourismuskonzept mit einbindet. Von hier aus kann man im Zug oder Bus weiter nach Süden fahren, nach Shirahama, bekannt für seinen langen weißen Sandstrand und für Saki no Yu, eines der ältesten Bäder an einer heißen Quelle.

Kopfsteinpflasterstraßen und heiße Quellen

Das lokale Busnetz verbindet Tanabe und Shirahama mit den Sehenswürdigkeiten der Ostküste, vor allem den drei unumgänglichen Heiligtümern. Der Kumano Nachi Taisha ist von der Stadt Kii-Katsuura aus zu erreichen. Es ist ein synkretischer Kultort, hoch in den Bergen gelegen, manchmal versteckt im Nebel. Er umfasst den buddhistischen Tempel Seigantô-ji, das Shinto Heiligtum Nachi und den gleichnamigen Wasserfall ( Nachi no Taki).

Fährt man ein Stück weiter nach Norden, trifft man unweit des Stadtzentrums von Shingu und dem Ufer der Kumano-gawa auf den Kumano Hayatama Taisha aus dem XII. Jahrhundert. Gehen Sie unbedingt auch in sein Museum, das Kultgegenstände aufbewahrt, die einst Pilgern gehörten.

Um zum Kumano Hongu Taisha im Herzen des Netzes aus Pilgerwegen und unweit des Mont Kôya zu gelangen, durchwandern Sie Zedernwälder und steigen  Kopfsteinpflasterstraßen  hinauf oder sie nehmen ein bis zwei Stunden Busfahrt von Tanabe, Shirahama oder Shingu in Kauf. In diesem Heiligtum, dem rennomiertesten der drei, verehren die Gläubigen den Geist der Amaterasu, Göttin des Lichts.

Sind Sie genug gepilgert und haben sich satt gesehen, könnenSie sich in einem der zahlreichen Onsen der Gegend entspannen. Entweder in Kawayu, wo man direkt im Flussbett des Flüsschens Oto badet oder in Yunomine, einer mehrere hundert Jahre alten Quelle, oder auch in Totsukawa und Ryûjin.