Der Seiganto-ji Tempel   青岸渡寺

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Die Pagode des Seiganto-ji

Die Pagode des Seiganto-ji.

Die Schönheit der alten Steine des Seiganto-ji

Die Schönheit der alten Steine des Seiganto-ji

Das Reinigungsbecken des Seiganto-ji

Das Reinigungsbecken des Seiganto-ji.

Pilger kommen und gehen auf dem Pfad Kumano Kodo

Pilger kommen und gehen auf dem Pfad Kumano Kodo.

Eine mystische Postkarte

Die Kulisse von Seiganto-ji gibt ein klassisches Postkartenmotiv her: eine zinnoberrote Pagode inmitten üppiger Natur unter einem majestätischen Wasserfall.

In eine prächtige Landschaft eingebettet und auf uralten Wegen erreichbar, empfangen die Kumano Sanzan Heiligtümer tausende Gäste auf der Suche nach Spiritualität. Es gibt hier auch zwei buddhistische Tempel: den Seiganto-ji und den Fudarakusan-ji. Der Seiganto-ji ist wegen seiner Lage der bekanntere von beiden: mitten im Wald, am Fuße eines Wasserfalls.

Wege und Heiligtümer

Der Seiganto Tempel in Nachikatsuura in der Präfektur Wakayama wurde im 4. Jahrhundert von einem Mönch gegründet, der aus Indien gekommen war. Die Legende sagt, Ragyo Shonin suchte einen Ort, an dem er in Ruhe meditieren konnte. Vom Meer aus ins Landesinnere aufbrechend, folgte er einem Flusslauf, bis er schließlich auf die Nachi Fälle traf.

Am Fuße des Wasserfalls  sei er von der Göttin des Mitgefühls, Kannon,  erleuchtet worden und beschloss daher, ihr zu Ehren einen Tempel zu errichten.

Dieser wurde insbesondere für seine Kannon Statue berühmt., die im 7. Jahrhundert vom Mönch Nyoirin Kannon aus einem einzigen Stück Kamelienholz geschaffen wurde.

Seitdem prosperierte der Tempel als asketisches Ausbildungszentrum zusammen mit den großen Heiligtümern Kumano Hayatama Taisha, Kumano Hongu Taisha und Kumano Nachi Taisha.

Diese Kultstätten wurden errichtet, um einen einheitlichen Glauben zu zelebrieren, da bis ins 19. Jahrhundert Shinto und Buddhismus miteinander verbunden waren.

Im 16. Jahrhundert, während des Bürgerkrieges, fiel das Hauptgebäude, welches Nyorindo heißt, der Zerstörung anheim, wurde aber einige Zeit später wieder aufgebaut. In der Epoche der Restauration des Kaiserreiches erlitten die beiden Buddhistischen Tempel der Anlage Beschädigungen und sollten sogar versetzt werden. Dazu kam es aber zum Glück nicht, sodass sich die wunderschöne Pagode Seiganto-ji nochheute stolz auf dem Nachi Berg erhebt.

Seit 2004 steht Seiganto-ji auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste und gehört zu den” Heiligen Stätten und Pilgerwegen in den Kii Bergen”. Es ist die erste Etappe der 33 heiligen Stätten, welche Bestandteil des 1161 eingerichteten Pilgerweges sind.

Tempel und Wasserfall

Der Spaziergang rund um den Seiganto-ji bietet wirklich spektakuläre Ausblicke. Vor dem 133 m hohen prächtigen Wasserfall wirkt die Pagode wie ein märchenhaftes Schauspiel.

Dieser 3 Etagen Bau der Tendai Sekte gehört zur Anlage Kumano Sanzan, die drei Heiligtümer umfasst. Die Haupthalle ist als wichtiges Kulturgut Japans klassifiziert. Die riesige Glocke mit 1,4 m Durchmesser und 450 kg ist die größte Japans.

Wichtigstes Kultobjekt ist eine  Hibutsu, ein Buddha Standbild, welches meist verborgen bleibt und nur einmal im Abstand von mehreren Jahren gezeigt wird.

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