Kumano Sanzan   熊野三山

Datum der Veröffentlichung :
Das zinnoberrote Heiligtum Kumano Hayatama Taisha in Shingu

Das zinnoberrote Heiligtum Kumano Hayatama Taisha in Shingu.

Die Gebäude des Hongu-Heiligtums, nüchtern, mit Schilfdach.

Der Tempel Seigandôji und der Wasserfall Nachino taki

Der Tempel Seigandôji und der Wasserfall Nachino taki.

Pilger auf dem heiligen Pilgerweg Kumano kodô

Pilger auf dem heiligen Pilgerweg Kumano kodô.

Ein Trio von Heiligtümern

Der Name Kumano Sanzan bezeichnet die drei Heiligtümer der Halbinsel Kii, eines der heiligsten Orte Japans und unausweichlichen Pilgerstätte.

Die Japaner haben ein ganz besonderes Verhältnis zur Natur, die Schönheit und Mysterium miteinander verbindet. Diese Atmosphäre ist rund um die Heiligtümer Kumano Sanzan ganz im Süden der Halbinsel Kii spürbar. Die drei Heiligtümer sind Kumano Hongu Taisha in der Stadt Tanabe sowie Kumano Hayatama Taisha und Kumano Nachi Taisha, die in der Stadt Nachisan liegen. Letztere liegen jeweils 30 km voneinander entfernt und werden durch zwei buddhistische Tempel ergänzt: Seiganto-ji und Fudarakusan-ji.

Tempel und Legenden

Die drei Heiligtümer gehören zu den Stätten des UNESCO Weltkulturerbes, “ Heilige Stätten und Pilgerwege im Kii Gebirge”.

 Wanderer und Pilger kommen allerdings vor allem wegen der wunderschönen Wege der Region, die nicht nur voller Spiritualität sind, sondern auch von uralten bemoosten Statuen gesäumt werden: der Wanderweg Kumano sankeimichi verbindet sie miteinander.

Im 10. Jahrhundert war jedes der Heiligtümer einem anderen Naturkult geweiht. Beginnend mit dem 11. Jahrhundert werden sie nach und nach buddhistisch. Der Synkretismus spielt damals eine große Rolle in der Region. Er verbindet den alten animistischen Glauben, der unter dem Namen Shintoismus zur Staatsreligion wurde, mit dem später nach Japan gekommenen Buddhismus.

Seitdem werden sie von allen Schichten der Bevölkerung besichtigt. Zunächst von Aristokraten, dann auch vom einfachen Volk. Man sprach von “ Ameisenprozessionen” so zahlreich strömten die Pilger jeden Tag nach Kumano Sanzan.

Unter dem Namen “ Reine Erde” bekannt, ist die Region Kumano eine Hochburg des Buddhismus.

Die Besonderheit ihrer Heiligtümer besteht darin, dass sie der Heilung gewidmet sind.

Drei einzigartige Heiligtümer

  Kumano Hayatama Taisha

Ist ein scharlachrotes Shinto Heiligtum, in dessen Hintergrund sich das Gongenyama Gebirge erhebt.

Im Allgemeinen wird es von den Pilgern als erstes besichtigt. Es liegt inmitten einer üppigen Vegetation. 2 Festivals werden in dem Heiligtum organisiert. Das Mifune Matsuri Festival hat seine Wurzeln im 3. Jahrhundert. Es ist ein Bootsrennenen, welches am 3. Sonntag im Mai auf dem Fluss Kumano stattfindet. Das Matsuri ist ein Feuerfestival, das am 6. Februar stattfindet.

  Kumano Hongu Taisha   

Dieses Heiligtum ist der Shinto Gottheit Ketsumiko gewidmet. Besucher betreten die Stätte durch das größte existierende Tor (Torii), das 33m hoch ist. Das Heiligtum erstrahlt in “der Aura der alten Zeit”.

Es ist das größte und am meisten verehrte, weil man sagt, dass hier die Götter wohnen. Sein Emblem ist ein Rabe auf drei Füßen, die Himmel, Erde und das Menschengeschlecht symbolisieren.

Der Weg, welcher Tanabe und Kumano Hongu Taisha verbindet, heißt Nakahechi. Es ist ein sehr schöner Spaziergang.

  Kumano Nachi Taisha

Auf halber Höhe des Nachisan Berges, ist dieses buddhistische Heiligtum für den 133m Wasserfall bekannt. Es ist der zweithöchste Wasserfall Japans.

Von der Pagode Seiganto-ji aus, die dem Wasserfall gegenüber liegt, hat man einen wundervollen Panoramablick.

Kommentare Lesen Sie die Kommentare unserer Reisenden