Kanazawa   金沢

Datum der Veröffentlichung :
Bahnhof von Kanazawa

Am Bahnhof von Kanazawa steht eine moderne Interpretation eines Torii.

Kanazawa

Traditionelles Viertel in Kanazawa.

Arbeit mit Goldfolie

Arbeit mit Goldfolie - traditionelle Schmuckherstellung in Kanazawa.

Kirschblüten im traditionellen Viertel

Kirschblüten im traditionellen Viertel von Kanazawa.

Gold, Fische, Kunst und Geishas

Man erzählt sich, dass ein Bauer der Provinz Kaga einst beim Umgraben der Erde, um Kartoffeln anzubauen, auf Goldklumpen traf. Dieser erstaunliche Fund zog Neugierige an, die den Ort Kanazawa - „Goldsumpf“ - tauften.

Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch das Meer glänzt in den Augen der Küstenbewohner.

Der bedeutende Hafen liefert jeden Morgen frische Fische und Krustentiere, die etwas später am Tage auf den Tellern der lokalen Feinschmeckerrestaurants serviert werden. Die Frische der Speisen, von denen eine schmackhafter ist als die andere, schmeichelt dem Gaumen.

Ein feingeistiger Krieger

Die Provinz spielte lange eine strategische Rolle bei der Verwaltung des Landes: seit dem XVI. Jahrhundert vom Maeda-Clan regiert, gehörte sie zu den mächtigsten Japans und rivalisierte mit Osaka oder Kyoto. Folgende Geschichte erklärt das Wachsen der Stadt: General Toshiie Maeda (1539-1599), der noch heute im Oyama-jinja Schrein verehrt wird, initiierte eine breit angelegte Kulturpolitik mit dem Ziel, Künste und Kunsthandwerk in Kanazawa zu entwickeln. Dieser Impuls wirkt bis heute fort und macht aus der Region eines der ganz großen Zentren japanischer Raffinesse.

Die Herstellung von Lacken, Seide, Goldpapierdekoration und Keramik ist der Stolz der Kanazawaner und kann im Museum für traditionelles Kunsthandwerk der Präfektur bewundert werden. Neugierige können Überreste der Geschichte im ehemaligen Samurai Viertel aufspüren, insbesondere in der Residenz der Familie Takada.

Wer sich mehr für die Neuzeit interessiert, wird von der umfangreichen Sammlung des Museums der Kunst des XXI. Jahrhunderts begeistert sein, dessen Aktivität das künstlerische Schaffen im ganzen Lande anregt. Hier werden Sie verstehen, dass man Kunst in Kanazawa wie die Luft zum Atmen braucht.

Allerdings kommen sehr viele Besucher in erster Linie wegen des großartigen Kenroku-en Parkes nach Kanazawa. Ein Spaziergang durch dieses Naturparadies ist ein Fest für die Sinne.

Natürlich hat Kanazawa auch Geschäftsviertel und bietet am Abend viele Ausgehmöglichkeiten, so dass es sich hier gut leben lässt.

Betreten wir Kazuemachi, eines der drei ehemaligen Geisha-Viertel der Stadt, wird es etwas ruhiger. In den von Geisha-Häusern (okiya) gesäumten Straßen hörte man früher das Klappern der Holzsandalen (geta) von  Kinu Yamagushi(1892-?), der Heldin des biografischen Romans „Memoiren einer Geisha” von Yuki Inoue.

Gut zu wissen: Seit März 2015 gibt es eine neue Strecke des Shinkansen (japanischer Hochgeschwindigkeitszug), die Kanazawa direkt mit Tokio verbindet.

Die Travel Angels in Kanazawa Sie empfangen Sie und zeigen Ihnen Kanazawa für Insider.