Meoto Iwa   夫婦岩

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Steinerne Hochzeit

Während der Schrein von Ise zu Ehren der Göttin Amaterasu, der Urahnin der kaiserlichen Familie errichtet wurde, versinnbildlicht Meoto Iwa die beiden Gottheiten, die Japan schufen.

Ein großer Felsen und ein kleinerer daneben sind durch ein Seil verbunden. Dieses Bid ist berühmt und erfüllt die Japaner mit Ehrfurcht. Denn die beiden “verheirateten Felsen” stellen Izanagi (männliche Gottheit, größerer Felsen) und Izanami (weibliche Gottheit, kleinerer Felsen) dar, die einst Japan und die shintoistische Götterwelt erschufen.

Zwischen ihnen ist ein Seil gespannt: das shimenawa, aus Reisstroh geflochten. Üblicherweise grenzt es einen heiligen Bezirk ab, der vor Unreinheit geschützt werden soll. In manchen Heiligtümern sieht man, dass solch ein Seil um einen Baum oder einen Felsen geschlungen wurde. Das bedeutet, dass dort ein kami (eine Gottheit) wohnt. Oft hängt man dort gohei auf ( gefaltete weiße Papierstreifen).

Glück bringende Frösche

Die Meoto Iwa symbolisieren die Vereinigung von Mann und Frau und der am Ufer errichtete Schrein von Okitama ist dem ehelichen Glück gewidmet. Wenn Sie ein gelungenes Foto machen wollen, darf die Flut nicht zu hoch sein, sonst verschluckt sie das Seil. Zwischen Mai und Juli hat man am frühen Morgen oder bei Sonnenuntergang die besten Bedingungen: dann steht die Sonne zwischen den beiden Felsen.

Ein anderes Symbol der Gegend ist der Frosch, den man hier überall in Stein gemeißelt findet. Der Legende nach kam Miketsu, ein hier hochverehrter Gott, in Begleitung eines Frosches vom Himmel herab. Dieser soll Wanderer mit positiver Energie versorgen, bevor sie weiterziehen. Auf Japanisch heißt “Frosch“ kaeru, was gleichzeitig “zurückkommen” bedeutet.

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