Hakone   箱根

Datum der Veröffentlichung :
Torii de Hakone

Ein Schreintor im Wasser vor Hakone.

Blick auf den Berg Fuji

Blick auf den Berg Fuji bei Nacht.

Regionalzug in Hakone

Regionalzug in Hakone

Seilbahn in Hakone

Seilbahn in der Region Hakone vor dem Berg Fuji

Onsen in Hakone

Onsen, Heiße Quelle, in Hakone.

Die schöne Nachbarin des Fuji

Zwischen dem Berg Fuji und der Halbinsel Izu entfaltet die Region Hakone ihren touristischen Charme und lädt ein zu einem breit gefächerten Angebot an Ausflügen: von Museen über Bäder (Onsen) bis hin zu Naturwundern. So nah bei Tokio und doch so fern von der Großstadthektik lädt diese zauberhafte Berglandschaft zu immer neuen Entdeckungen ein.

Ein Samstagmorgen im Frühling am Bahnhof Shinjuku: Stress und Menschenmassen, wie üblich. Ein Duft von Ferne. Japaner und ausländische Touristen schicken sich an, der Hauptstadt zu entfliehen, Richtung Hakone, das so sehr gepriesen wird für seine natürliche Schönheit und die Zerstreuung, die man hier findet. Hakone! Das von den Postkarten, welches das ganze Jahr über Millionen von Abenteurern anzieht, vor allem im Sommer, wenn man den Ausblick auf seine idyllischen Täler genießen kann und natürlich auf einen gewissen Herrn Fuji. Es ist also nicht verwunderlich, dass das sommerliche Hakone noch immer das beliebteste Ausflugsziel der Tokioter ist. Jeder lässt gern die Wolkenkratzer der Großstadt hinter sich und macht sich auf in die Berge, um die ewigen Wolkenkratzer einer Region zu erklimmen, an der schon zu der Zeit, als Tokio noch Edo hieß, kein Weg vorbei führte, wie es der historische Kontrollposten Seshisho Shiryokan in der Nähe von Gôra beweist.

Liebesgrüße aus Hakone

Ein einzigartig ausgebautes Verkehrsnetz, das schon für sich genommen eine Sehenswürdigkeit ist, erlaubt es, die in den Nationalpark Fuji-Hakone-Izu eingebettete Region zu bereisen. Hakone zieht einen Kreis um die Berge, gegen den Uhrzeigersinn, gegen den Strom, vom Norden ausgehend. Von Shinjuku, über Hakone-Yumoto und Miyanoshita, bis nach Gôra - das begehrte Ausflugsziel ist nur drei Stunden von der Hauptstadt entfernt. Der Nebel lüftet sich und enthüllt die Täler. Hier genießen Jung und Alt die Harmonie des Gartens Gôra-Kôen und Kunstliebhaber können Werke vom Impressionismus bis zur Gegenwart im futuristisch anmutenden Kunstmuseum Pola bewundern. Das an der Bahnlinie Hakone Tozan, Station Chokoku no Mori, gelegene Open Air Museum zeigt unter anderen Werke von Auguste Rodin, Pablo Picasso und Nikki de Saint-Phalle und stellt so eine Verbindung zwischen Kunst und Natur her.

Vom See Ashi aus zum Fuji

Vom Zug geht es in die Seilbahn. Die eiförmigen Kabinen fahren auf- und abwärts, bis man Owakudani erreicht, eine Zwischenstation mit hoher vulkanischer Aktivität, wo es sich trotz stinkender Schwefeldämpfe lohnt auszusteigen, um eine außergewöhnliche Spezialität der Region zu genießen. Hier gibt es schwarze Eier, die im schwefelhaltigen Wasser gekocht wurden. Die Seilbahn zieht es weiter nach Togendai, in den Norden des Sees Ashi, auf dem sich Schiffchen und Touristenfähren tummeln und von wo man nun das Torii vom Hakone-jinja erkennen kann, dessen leuchtendes Rot die Monotonie der Landschaft durchbricht. Ihm folgt auch endlich die strahlende Schneekuppe des Berges Fuji, der sich dem Reisenden nun ganz enthüllt, vom Fuß bis zum Gipfel, vom bewaldeten Anstieg bis zum Wolkenhäubchen.

Als die schwingende Gondel fast oben angekommen ist, hält auch die Fähre am Südufer, bei Hakone-machi oder Moto-Hakone, den beiden größten Städten am See. Die Züge fahren wieder nach Hakone-Yumoto, nach Odawara und schließlich zurück nach Tokio. Man hat die Runde gemacht, in zwei Tagen oder in einer Woche, hat in einem Onsen oder einem der vielen, traditionsbewusst eingerichteten Ryokan übernachtet, von denen die Region so viele vorzuweisen hat.

Durch Hakone reist man, wie durch eine Landschaft, die einem entflieht, wie in einem Traum.